„Across the borders”: Ringo rollt rockend durch die Stadt

Von: Martina Stöhr
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Rocken in luftiger Höhe: Im D
Rocken in luftiger Höhe: Im Doppeldecker-Bus tourte die Band Ringo am Samstag durch die Stadt und begeisterte das Publikum mit guten, alten ­Beatles-Songs. Zugleich warben sie für das Kulturfestival „Across the borders”. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Wenn wir schon einmal eine rollende Bühne haben, dann wollen wir auch so viel spielen, wie es nur geht”, meinte Marc Aretz. Der Gitarrist von der Band Ringo machte sich bereit, um mit alten Beatles-Songs in der Stadt für Stimmung zu sorgen.

Im Doppeldecker-Bus tourte das achtköpfige Ensemble am Samstag durch Aachen und scharte an vier Orten begeisterte Zuhörer aller Altersklassen um sich. „Eine tolle Idee”, meinte der 14-jährige Marc Hülsbeck. Die Musik sei zwar nicht ganz sein Geschmack, höre sich aber trotzdem gut an. Er und sein Bruder Christoph (25) waren rein zufällig da und wollten sich das Konzert noch eine Weile anhören.

Auch Stefanie Boland (26) hatte spontan umdisponiert und ihre Verabredung zum Eis vor den Bus verlegt. Viele der Lieder seien ihr zwar unbekannt, aber die Musik gefalle ihr trotzdem. Die Musiker seien motiviert und brächten die Songs gut rüber, meinte sie.

Die Idee der „Magical Mystery Bustour” kam beim Publikum ganz offensichtlich gut an. „Wir sind die Werbebotschafter für das Kulturfestival Across the borders”, erklärte Gitarrist Marc Aretz. Die Festival-Eröffnung startete mit der Tour, die er und seine Band Ringo durch Aachen machten.

Der Auftakt war im Frankenberger Park bei wunderschönem, sommerlichem Wetter. „Das war sehr schön”, meint Aretz. „Die Leute haben gemütlich im Park gesessen und der Musik zugehört.” Ganz so gemütlich ging es auf dem Willy-Brandt-Platz nicht zu. Hier mussten die Zuschauer hin und wieder einmal enger zusammenrücken, um den durchfahrenden Bussen Platz zu machen. Der Begeisterung für die Musik tat das aber keinen Abbruch.

Gespielt wurde außerdem auch noch auf dem Abteiplatz in Burtscheid und am Abend vor dem Café Kukuk am Grenzübergang Eupener Straße. Dort blieb dann auch Zeit, die einzigen Zugaben zu geben, bevor die Bandmitglieder nach kräftezehrender Tour ausgepumpt die Instrumente weglegen konnten.

Gesichtet wurden am Grenzübergang schließlich auch ganz Eiserne, die der Band quer durch die Stadt an allen Stationen gefolgt waren. Für Festivalleiter Rick Takvorian und sein Team vom städtischen Kulturbetrieb ein schönes Zeichen, mit diesen Werbebotschaftern für „Across the borders” richtig gelegen zu haben.

Offiziell eröffnet wurde das Kulturfestival aber erst am Sonntag, und zwar mit einer Ausstellung von Gisoo Kim unter dem Titel „Genähtes Wasser” in der Galerie S. am Hof. Im Hof ging es weiter mit dem GlobalTalaEnsemble und Special Guests. Und zwischendurch gab es eine Modenschau der besonderen Art: Präsentiert wurden genähte Fotocollagen, Hüte, Taschen und Gisoo Kims markante „Fotokleider”.

Das Vokaltrio Norn und Hervé de Pury bestritten den Abschluss der Festivaleröffnung. Mit ihrem Musikspektakel entführten sie die Zuhörer in eine endlose Welt voller fremdartiger Eindrücke und Träume.

Das internationale Kulturfestival Across the borders lädt zum fünften Mal ein, jenseits der Grenzen der europäischen Kultur auf Entdeckungsreise zu gehen. In diesem Jahr liegt der Akzent ganz auf Musik, Tanz, Kunst und Mode. Es wird am Mittwoch, 8. August, mit einem Konzert im Hof fortgesetzt. Ab 19.15 Uhr spielt zunächst die deutsch-niederländische Band BB Three, gegen 20.30 Uhr tritt die Aachener Rockband Neogene auf. Der Eintritt ist frei.
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