Across the Borders: „Gewagt, intensiv und sehr motivierend”

Von: Martina Feldhaus
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Südafrikanischer und japanisc
Südafrikanischer und japanischer Tanz: Diesen ungewöhnlichen Mix zeigten Jacki Job und Taketeru Kudo in der Citykirche. Foto: Wilfried Schüller

Aachen. Leider, sagt Rick Takvorian, könne er in diesem Jahr nur ein durch und durch positives Fazit ziehen. Leider? „Naja, man soll sich ja eigentlich nicht selbst loben”, erklärt der Veranstaltungsmanager des städtischen Kulturbetriebs.

„Aber es ist so: das Festival war einfach großartig, eine tolle Motivation für unser ganzes Team”. Takvorian spricht vom grenz- und spartenübergreifenden Kulturfestival „Across the Borders”, das in den letzten zwei Wochen zum fünften Mal in Aachen stattfand - und das am Mittwoch mit einer Finissage am Hof zu Ende geht.

In diesem Jahr lag der künstlerische Schwerpunkt - im Vergleich zu früheren Ansätzen mit Kunst und Performances - deutlich auf der Musik. So fuhr nicht nur die Aachener Rockband Ringo durch das Städtle und spielte - sozusagen als PR-Aktion - auf einem offenen Doppeldecker-Bus Songs von den Beatles. Vor allem in der ersten Festival-Hälfte konzentriert sich das Konzert-Erlebnis auf den Hof, wo regionale und internationale Künstler bei freiem Eintritt und open air zu erleben waren.

In diesem Jahr viel gewagt

Von der Resonanz ist Takvorian begeistert. „Der Hof war immer sehr voll. Auf der einen Seite hat uns das Wetter natürlich in die Hände gespielt. Und bei einer Open-Air-Veranstaltung mit Musik ist es leichter, erfolgreich zu arbeiten”, sagt er. „Aber auf der anderen Seite gibt es ein Publikum in Aachen, dass sehr interessiert und aufgeschlossen ist und sich auch gerne auf Ungewöhnliches einlässt.” Und in dieser Hinsicht habe man in diesem Jahr viel gewagt, findet der Kulturmanager.

In der Tat war das Programm am Hof ein sehr interkulturelles: eine südkoreanische Künstlerin, ein Trommlerensemble aus jungen Deutschen unter Leitung des indischen Percussionisten Ramesh Shotham, das schweizer Vokaltrio Norn sowie Musiker aus Kuba und Südafrika mit Jazz- und Weltmusik gespielt auf in Europa unbekannten Instrumenten. „Das World Weekend und das Café Regional werden wir auf jeden Fall fortsetzen”, sagt Takvorian. Äußerst zufrieden ist er aber auch mit dem vergangenen Wochenende, den Konzerten im Quadrum der Domsingschule (spanischer Flamenco, Klezmer und eine Derwish-Tänzer, japanischer Butoh-Tanz zu Kontrabassklänge). „Alle drei Abende waren ausverkauft. Es gab viele Zugaben und stehende Ovationen”, erzählt Takvorian schwärmend. „Trotz der brüllenden Hitze hat das Publikum toll mitgemacht.”

Der Kulturmanager schätzt die Gesamtbesucherzahl auf 10.000 Menschen, „unser Ziel haben wir erreicht.” Takvorians Fazit zum Schluss lässt sich auf wenige Adjektive komprimieren: „gewagt, intensiv und sehr motivierend.”
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