Achtung: Auch in Spielstraßen wird geblitzt

Von: Heiner Hautermans
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In verkehrsberuhigten Zonen gibt es keine Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg. Gegenseitige Rücksichtnahme ist oberste Regel. Foto: imago/Rainer Unkel

Aachen. Es kann gut sein, dass am nächsten Dienstag so mancher Autofahrer sich verwundert die Augen reibt, wenn er erfährt, dass er eine Zeit lang auf seinen fahrbaren Untersatz verzichten muss.

Beim Blitzmarathon II am 3. Juli (von 6 Uhr bis um 6 Uhr am 4. Juli) werden Radargeräte und Laserpistolen nämlich auch in verkehrsberuhigten Zonen zum Einsatz kommen, etwa in Spielstraßen. Dies auf Vorschlag vieler Bürger, die in großer Zahl derartige Messpunkte vorgeschlagen haben.

In diesen Bereichen aber gilt Tempo 4 bis 7, so schnell wie ein Fußgänger geht - auch für Radfahrer. Wer schneller unterwegs ist, kommt sehr schnell in Bereiche, in denen es teuer ist, Punkte in Flensburg gibt oder der Lappen sogar für bestimmte Zeit abgegeben werden muss. Polizeisprecher Karl J. Völker: „Zum Vergleich: Fahren mit Leerlaufdrehzahl im ersten Gang, ohne Benutzung von Kupplung oder Bremse, ergibt bei den meisten Pkw eine Geschwindigkeit von etwa 15 km/h.”

Wird die Schrittgeschwindigkeit nicht eingehalten, kostet das bereits 15 Euro, bei Tempo 20 werden schon 25 Euro fällig, bei 30 km/h sind es dann 80 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei. Bei Tempo 40 schon 160 Euro, drei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Und ganz heftig wird es bei 50 Stundenkilometern, dem üblichen Durchschnittstempo: Dann sind es 160 Euro, vier Punkte und zwei Monate Fahrverbot.

Immer wieder erleben die Ordnungshüter dann, dass das Erstaunen über die Sanktionen über die Maßen groß ist. Insgesamt ist aber ist die Polizei mit der Bürgerbeteiligung, die zum ersten Mal bei einer derartigen Kontrollaktion stattfand, sehr zufrieden: 548 Meldungen sind in Aachen und in der Städteregion eingegangen, insgesamt 334 dieser Wünsche an 159 Messstellen werden auch erfüllt. Allen Bürgern, die eine Stelle gemeldet haben, wird auch angeboten, den Messungen am Dienstag beizuwohnen.

In die Köpfe

Einsatzleiter Ralf Mallmann sieht im Vorfeld des Blitzmarathons II ein Ziel schon erreicht: „Bereits jetzt wird in vielen einschlägigen Foren diskutiert.” Schließlich sei Rasen der Killer Nr. 1 auf der Straße und die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten zu hoch, zuletzt auch wieder gestiegen.
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