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Abstiegsgefahr: Vor zehn Jahren drohte ein Eklat bei „time 2 talk”

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:
Hoffen auf bessere Zeiten am T
Hofft auf bessere Zeiten am Tivoli und spricht als einer der Gäste darüber: Alemannia-Profi Shervin Radjabali-Fardi

Aachen. Seit dem Wiederaufstieg in den Profifußball und dem Start der „Nachrichten”-Aktion „time 2 talk” im Jahr 1999 war die Lage bei der Alemannia nur einmal ähnlich dramatisch wie in diesen Tagen - bezogen auf die zweite Liga.

Im Jahr 2001 stand der frühere Trainer Eugen Hach im Mittelpunkt der Kritik.

Der damalige Chefcoach hatte sich spätestens mit seinem „Würgegriff” gegen den Cottbuser Spieler Franklin im Mai 2000 seine Sympathien bei den Anhängern verscherzt. Hach wurde drei Monate gesperrt, die Saison klang mit schwachem Fußball aus, den die Fans nicht mehr sehen wollten. Das Präsidium um den Ex-Präsidenten Hans Bay hielt aber an dem temperamentvollen Fußballlehrer fest. Die AN-Gesprächsrunde „time 2 talk”, damals noch im Gebäude der Telekom, geriet zu Beginn der Saison 2001/2002 zum Spießrutenlaufen für Hach und seine Spieler, die Veranstaltung stand wegen aufgebrachter Fans sogar erst- und einmalig kurz vor dem Abbruch. Nach dem achten Spieltag inklusive einer 0:1-Pleite in Schweinfurt und dem Sturz auf den Abstiegsrang 15 wurde Hach entlassen.

Im September 2011 präsentiert sich Alemannia Aachen bei „time 2 talk” möglicherweise erstmals als Schlusslicht der zweiten Liga. Diesmal heißt der Trainer Peter Hyballa, diesmal reagieren die Anhänger (noch) ruhig und besonnen, diesmal gibt es keinen ausgemachten Sündenbock.

Auch drohen am Dienstag, 20. September, keine Krawalle. Die Fronten zwischen Trainer und Spielern auf der einen und Anhängern auf der anderen Seite sind nicht verhärtet, der katastrophale Start in diese Spielzeit hat beide Seiten gleichermaßen überrascht.

Umso interessanter dürften die Statements der Sportchefs zur aktuellen Lage sein. Natürlich hoffen Manager Erik Meijer und Chefcoach Hyballa auf einen Sieg am Sonntag, 18. September, gegen den Spitzenreiter aus Greuther Fürth. Ein Dreierpack würde Alemannias Tabellensituation mit einem Schlag deutlich verbessern und auch zu einer etwas entspannteren Talkatmosphäre beitragen.

Vielleicht kann sich Aachens letzter Neuzugang, David Odonkor (27), ja schon gegen die Franken ins Rampenlicht spielen und darüber bei „time 2 talk” berichten .Der frühere Nationalspieler feiert bei der AN-Runde ebenso seine Premiere wie seine Mitspieler Mario Erb (21) und Shervin Radjabali-Fardi (20). Wie die beiden Youngster aus ihren Perspektiven die Entwicklung der Mannschaft sehen, dürfte auch ein zentrales Thema des Abends sein.

Dem glücklosen Eugen Hach folgte im Oktober 2001 erst der neue Sportdirektor Jörg Schmadtke und anschließend Jörg Berger als Chefcoach. Damals sicherten die Tivolikicker den Ligaerhalt mit Rang 14. Ein Tabellenplatz, mit dem Hyballa und Meijer zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich alles andere als unzufrieden sein dürften.

„time 2 talk: Dienstag, 20. September, 20 Uhr im Sportpark Kohlscheid, Kaiserstraße 96. Der Eintritt ist frei.
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