Aachen - Abiturienten zieht es zum Hangeweiher

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Abiturienten zieht es zum Hangeweiher

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
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In der Mitte der Mottowoche war am Mittwoch nach dem Unterricht der Hangeweiher das angesagte Ziel der angehenden Abiturienten. Am Freitag steht der eigentliche Abistreich an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Supernett. Superlieb. Dieses Jahr geht es richtig gut.“ So lautet der Kommentar eines Streifenpolizisten am Mittwoch gegen 16.30 Uhr bei der Fahrt durch den Park am Hangeweiher.

Zu diesem Zeitpunkt befinden sich dort noch rund 200 teilweise wild gekleidete oder geschminkte junge Leute, die vor allem von Aachens Gymnasien aus der Innenstadt dahingekommen sind. Sie haben die letzte Unterrichts- zur Mottowoche umfunktioniert.

Die angehenden Abiturienten verkleiden sich jeden Tag in anderen Kostümen und feiern sich selbst und das baldige Ende der Schulkarriere, als Großeltern, I-Dötzchen, Helden, Sportler, im Taumberuf oder – ganz beliebt – als „Asi“. Am Montag und Dienstag hatte sich der Feierbetrieb noch weitgehend um die Schulen in der Innenstadt abgespielt, gestern verlagerte sich dann das Geschehen in Richtung Hangeweiher. Manche der 17- bis 18-Jährigen nahmen an einem sogenannten Bierathlon teil, den das Zweier-Team gewinnt, das als erstes einen Kasten Gerstensaft geleert hat.

Die Direktoren hatten im Vorfeld, wie berichtet, ein Rundschreiben an die Eleven verfasst und auf die Einhaltung bestimmter Regeln gedrängt, etwa des Alkoholverbots in den Lehranstalten. Offenbar mit Erfolg, denn die Polizei hatte bisher keine Probleme. Sprecher Paul Kemen: „Bislang haben wir in diesem Zusammenhang keine Anfragen oder Einsätze gehabt.“ Auch bei der Schulverwaltung sind keine Auswüchse bekannt. Nur die Anrainer am Markt mussten lautstark singenden Pennälern Tribut zollen: „Man kann hier teilweise nicht mehr arbeiten“, sagt ein Büroangestellter.

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