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Abenteurer auf Hängebrücken

Von: Martina Stöhr
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Alles andere als langweilig: Das neue Klettergerüst mit schwankenden Brücken, Seilen, und steilen Wänden haben die Kinder der Kita „Mittendrin” auf den Namen „Abenteuer” getauft. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Kunterbunt ging es beim Sommerfest der Kita „Mittendrin” in der Goerdelerstraße 10 zu. Kinder, Eltern und Erzieher feierten gemeinsam und weihten dabei die neuen Spiel- und Sportgeräte der Kindertagesstätte ein.

Im Mittelpunkt stand ein großes Klettergerüst, das die Kita mit dem Geld anschaffte, das sie im vergangenen Jahr beim Deutschen Präventionspreis gewonnen hatte.

Die Jungen und Mädchen führten gleich einmal vor, was man da so alles machen kann: sie hangelten an Seilen, gingen über schwankende Brücken und kletterten an steilen Wänden. „Die Kinder sind so begeistert von dem Gerät, dass sie mir als „Dankeschön” jeden Tag ein Bild malen”, erzählt Nassim Navvabi, Leiterin der Kita.

Zur offiziellen Einweihung kam der OB-Kandidat der SPD, Karl Schultheis, und zerschlug ganz zünftig eine Sektflasche mit Wasserbombe an dem neuen Gerät. Getauft wurde es auf Wunsch der Kinder auf den Namen „Abenteuer”.

Sport und Bewegung werden in der Kita „Mittendrin” ganz großgeschrieben und standen so auch im Mittelpunkt des bunten Nachmittags. In und um die Kita herum fanden die Jungen und Mädchen reichlich Gelegenheit, zu turnen und zu toben.

Wie bunt und vielfältig die Kita ist, zeigte der hauseigene Chor „Esico”, in dem sich überwiegend Erzieher und Eltern unterschiedlicher Nationalitäten zusammengefunden haben. Sie sangen Lieder in deutscher, türkischer und englischer Sprache.

Aber auch die Kita-Kinder selbst hatten großen Erfolg mit ihrem Beitrag. Die Jungen und Mädchen hatten gemeinsam mit den Erzieherinnen ein Lied getextet, in dem all die Berufe zur Sprache kamen, die sie selbst später gern einmal ergreifen würden: Polizist, Politiker, Sänger, Lehrer und Feuerwehrmann gehören dabei zu den Favoriten.

Das Lied sei gleichzeitig eine Art Resümee eines Projektes, das großen Anklang gefunden habe, erzählt Nassim Navvabi. Kinder und Eltern hatten sich gemeinsam in der Berufswelt umgesehen und dabei unter anderem auch der RWTH einen Besuch abgestattet.

Traumberuf Politiker

„Wir wollen Wünsche wecken und den Eltern zeigen, wie wichtig eine gute Ausbildung für ihre Kinder ist”, erzählt Nassim Navvabi. Und die Rechnung scheint aufzugehen. Laut Navvabi stecken sich die Kinder inzwischen hohe Ziele und träumen davon, Arzt oder Politiker zu werden. Beim Sommerfest aber genossen sie ganz unbekümmert den Nachmittag. An einem besonders schönen Fleckchen im Schatten hatten sie die Wasserwerkstatt installiert.

Dort experimentierten die Jungen und Mädchen, und ein paar Schritte weiter versuchten Kinder und Erzieher, sich bei einer Art Kissenschlacht gegenseitig von einer Bank zu fegen. Auch das ein oder andere Ehepaar versuchte hier sein Glück. „Das ist eigentlich gar keine schlechte Therapie, um Aggressionen abzubauen”, kommentierten die betreuenden Erzieherinnen lächelnd.

Gemeinsam mit Nassim Navvabi erwarteten sie im Laufe des Nachmittags noch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Auch sie bekam Gelegenheit, zu sehen, wie die Kita das Geld aus dem Deutschen Präventionspreis verwendet hat.
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