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Aachens Ruf in die Welt getragen

Von: Nina Krüsmann
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Bürgermeisterin Margrethe Schmeer zeichnet Professor Dr. Ekkehard E.W. Genth mit der Blondel-Medaille aus. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Aachener Rheumatologe und Facharzt für Innere Medizin Professor Dr. Ekkehard E.W. Genth ist am Wochenende mit der Dr.-Franziskus-Blondel-Medaille ausgezeichnet worden. Im Weißen Saal des Rathauses verlieh Bürgermeisterin Margarethe Schmeer die Urkunde nebst Medaille.

Der 70-jährige Wahl-Aachener Genth lehrte von 1993 bis 2007 als außerplanmäßiger Professor an der RWTH Aachen. Er war von 1975 bis 1990 Leiter der Rheumaforschung und des Zentrallabors der Rheumaklinik Aachen, bevor er 1990 als Leitender Arzt der Rheumaklinik und des Rheumaforschungsinstitutes berufen wurde. Anschließend wurde er 2007 zum Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie ernannt. Von ihm erschienen mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen, die zahlreiche Preise und Ehrungen erhielten.

Auch nach seinem Ausscheiden aus der Leitungsfunktion der Rheumaklinik ist er noch vielfältig für die Rheumatologie tätig, so unter anderem als Mitglied des wissenschaftlichen Kuratoriums der Rheumatologischen Fortbildungsakademie GmbH, des geschäftsführenden Ausschusses des Kompetenznetzes Rheuma, des Vorstandes der Rheumastiftung sowie des Vorstands des Kompetenznetzes für systemische Sklerodermie.

Seine zahlreichen wissenschaftlichen, klinischen und ehrenamtlichen Aktivitäten haben dabei immer auch den Ruf Aachens als Standort für eine hervorragende Rheumatologie national und international verbreitet, wie Dr. Wolfgang Vorbrüggen, Röntgenarzt der Rheumaklinik, betonte.

Der Namensgeber der Ehrung, François Blondel, geboren 1613 in Lüttich und gestorben 1703 in Aachen, war ein bekannter Bade- und Kurarzt, der sich mit der Heilwirkung von Thermalquellen beschäftigte. Seit 1977 wird von der Stadt Aachen die nach ihm benannte Blondel-Medaille für besondere Verdienste auf dem Gebiet der Rheumatologie vergeben. Damit folgt man einer langen Tradition der Verbundenheit mit der Rheumatologie.

In Anerkennung der Verdienste hat die Stadt Aachen in der Nähe des Alten Kurhauses darüber hinaus eine Straße nach Blondel benannt, die seit 2007 im Rahmen der Thermalwasserroute Aachen mit einem entsprechenden Zusatzinformationsschild ausgestattet wurde. Blondels bekannteste Schrift hat viel zu Aachens Ruf als Heilbad beigetragen, es ist die „Ausführliche Erklärung und augenscheinliche Wunderwirkung deren heilsamen Bad- und Trinkgewässern zu Aachen“, erschienen 1671.

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