Aachen - Aachens Muslime feiern das Opferfest

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Aachens Muslime feiern das Opferfest

Von: Georg Dünnwald
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Bald haben auch die Muslime, die es am Opferfest in die Yunus-Emre-Moschee in der Stolberger Straße zieht, genügend Platz zum Beten. Das Foto entstand vor ein paar Jahren, als die Moschee noch eine umgebaute Tankstelle war. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Öcher Muslime feiern am Donnerstag, 25. Oktober, das Opferfest. Das Opferfest ist der höchste Feiertag im Islam. Er erinnert an den Stammvater Ibrahim (Abraham), der seinen Sohn Ismail Gott opfern sollte, jedoch auf göttlichen Befehl durch einen Engel daran gehindert wurde.

Im Juden- und im Christentum ist es Isaak, der Sohn von Abrahams Erstfrau Sara, der geopfert werden soll, im Islam ist es Hagars Sohn Ismail. Hagar war eine Dienerin Saras, die erst im hohen Alter Isaak gebar.

Schon davor soll Abraham Ismail mit Hagar gezeugt haben. Deshalb gehen die Muslime davon aus, dass ihr Prophet Ismail das „Opferlamm” war. Ibrahim oder Abraham hat nach der Auffassung aller drei abrahamitschen Religionen mit der Bereitschaft, seinen ältesten Sohn Gott zu opfern, die göttliche Probe bestanden.

Aus Freude über den Ausgang der göttlichen Prüfung opferte Ibrahim (Abraham) im Kreise Bedürftiger einen Widder.

Für alle gläubigen Muslime ist es Pflicht, zur Feier des Festes ein Tier zu opfern, wenn sie dafür genügend Geld haben. Das Fleisch des Tieres soll auch unter Armen und Hungrigen verteilt werden. Ein guter Brauch ist es, allen Freunden und Verwandten zum Opferfest die besten Wünsche zu versichern. Manchmal wird auch einfach geopfert, um Allah (Gott) zu danken.

Je nach Region werden Schafe, Ziegen, Rinder oder Wasserbüffel, etwa in Indonesien, geschlachtet. Nur Paarhufer - außer dem als unrein geltenden Schwein - werden rituell geschächtet.

Das Opferfest ist ein Freudenfest. Nach dem Gebet in der Moschee besuchen auch die Aachener Muslime die Gräber ihrer Angehörigen, um ihrer zu gedenken und für sie Koranverse zu lesen und Bittgebete zu sprechen. Der restliche Tag wird genutzt, um Verwandte und Bekannte zu besuchen. Dabei wird in großer Runde ein Festessen angeboten. Auch beschenkt man sich gegenseitig.

Ein Tag schulfrei

Wegen des hohen Feiertages können Schüler islamischen Glaubens sich an diesem Tag vom Unterricht befreien lassen. Dies geschieht durch schriftliche Meldung der Eltern. Die Schulen sind angewiesen, am Festtag keine Klassen- oder Kursarbeiten oder sonstige Leistungsnachweise schreiben zu lassen. Auch Arbeitnehmer können am Tag des Opferfestes einen Tag Urlaub nehmen oder unbezahlten Urlaub beantragen. Die Yunus-Emre-Moschee an der Stolberger Straße bietet das Gebet zum Opferfest um 9.10 Uhr im Rohbau des entstehenden Gotteshauses an.
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