Aachen - Aachens Müllgebühren werden nächstes Jahr nicht erhöht

Aachens Müllgebühren werden nächstes Jahr nicht erhöht

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die gute Nachricht: Die Müllgebühren werden im kommenden Jahr nicht erhöht. Das entschieden am Dienstagabend die Mitglieder des Betriebsausschusses für den Stadtbetrieb.

Stadtbetriebschef Franz Narloch argumentierte: „Wir bemühen uns, die Gebühren stabil zu halten.” Allerdings, eine Unterdeckung muss er aus der Gebührenrückerstattung bestreiten. Werden nämlich bei Gebühren Gewinne erzielt, müssen diese wieder an die Bürger zurückgegeben werden.

Ratsherr Jochen Luczak (Grüne) forderte, demnächst die Struktur der Abfallgebühren zu ändern. Sinnvoller sei es, die Grundgebühr zu mindern und des Rest des Mülls nach Gewicht zu berechnen. „Das reizt die Bürger auch zum Sparen”, ist Luczak überzeugt.

Ausschussvorsitzender Claus Haase (SPD) hieb in eine andere Kerbe: „Die Neugestaltung des Landesabfallplanes hängt wie ein Damoklesschwert über uns. Ab übernächstem Jahr werden die Müllgebühren dadurch um 15 Prozent steigen”, geißelte er Pläne der schwarz-gelben Landesregierung. Was seinen Ratskollegen Ferdinand Corsten (CDU) widersprechen ließ: „Lassen Sie das doch. Wir wissen doch noch gar nichts.”

Heinsberger Mülltourismus

Bei dem Schlagabtausch ging es um die Müllverbrennungsanlage Weisweiler. Deren Kapazität ist zu groß, weil der Großofen noch nicht abgeschrieben ist, ist er auch entsprechend teurer als andere NRW-Müllverbrennungsanlagen. Der Kreis Heinsberg will sich raustun, um irgendwo billiger seinen Hausrat zu vernichten.

Das darf er nämlich, wenn das neue NRW-Müllkonzept von der Rüttgers-Regierung über die Bühne gebracht worden ist. Haase ist fest davon überzeugt, dass der Müll erheblich teurer wird, wenn Heinsberg sich auf und davon macht und seinen Müll auf Reise quer durchs Land schickt.

„Ich habe immer noch keine Antwort auf die Anregung, Teil der MVA Weisweiler stillzulegen”, versuchte Corsten zu beruhigen. Annekathrin Grehling, die zuständige Beigeordnete für den Stadtbetrieb, nahm Stellung: „Et is wie et is, die MVA ist ja an und für sich gut und umweltfreundlich, aber eben nicht ausgelastet. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nachher nicht das finanziell anpassen müssen, was die weniger an Müll produzieren”, meinte sie in Richtung Luczak. Der Bürger müsse am Portemonnaie merken, dass er Geld spart.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert