Aachen - Aachens Geschichte erst später sichtbar

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Aachens Geschichte erst später sichtbar

Von: gei
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Geduldsprobe für Geschichts-Fans: Die archäologische Vitrine im Elisengarten wird zwar ein echter Hingucker, doch die Fertigstellung lässt deutlich länger auf sich warten als geplant. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die archäologische Vitrine im Elisengarten macht allmählich der Kaiserplatz-Galerie Konkurrenz: So oft eine Eröffnung angekündigt war, so oft wurde sie auch wieder verschoben. Nun aber sind die Macher guten Mutes, den neuen Termin halten zu können.

Am 18. April soll der 160 Quadratmeter große Pavillon aus Stahl und Glas offiziell und feierlich für Besucher freigegeben werden. Dies teilt auf Anfrage Axel Costard vom Presseamt mit, der damit zugleich Gerüchte zurückweist, wonach eine vergessene Drainage zu den Verzögerungen beim Bau der Vitrine geführt hätte. Die Drainage sei zwar in der Tat erst mit Verspätung gelegt worden – nicht aber, weil sie vergessen worden ist, sondern weil der Boden gefroren war, erklärt Projektleiter Wilfried Sterck.

Wegen des Frosts konnten einige Erdarbeiten nicht wie geplant ausgeführt werden, sagt er. Inzwischen aber könne bereits der Stadtarchäologe Andreas Schaub die Funde präparieren, die ab April den Besuchern einen Blick auf fünf Jahrtausende Stadtgeschichte ermöglichen sollen.

Eigentlich sollten die bei der Umgestaltung des Elisengartens im Jahr 2008/09 entdeckten Funde bereits ab 2010 gezeigt werden. Doch für den Bau der Vitrine fehlte zunächst das Geld. Ein Sponsor sprang ein, der im Juli vergangenen Jahres den ersten Spatenstich ermöglichte. Schaub versprach damals, erste Führungen spätestens im Herbst anbieten zu können.

Dass der Eröffnungstermin in der Folge immer wieder nach hinten verschoben werden musste, sei unter anderem auch auf eine Firmeninsolvenz zurückzuführen. Dadurch konnten Bohrpfahlarbeiten nicht wie geplant im Herbst, sondern erst im Winter ausgeführt werden. Witterung und Weihnachstfeiertage haben dann laut Sterck zu weiteren Verzögerungen geführt.

Die wesentlichen Bauarbeiten werden in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen, verspricht Sterck nun. Und: „Es wird schön.“ Im Innern seien die meisten Arbeiten abgeschlossen. Dass sich die Aachener dennoch bis Mitte April gedulden müssen, sei vor allem der schwierigen Terminfindung von vielen Beteiligten geschuldet: Architekten, Sponsoren, Politiker und Verwaltungschefs wollen schließlich bei der Eröffnung der knapp 900 000 Euro teuren archäologischen Vitrine in der ersten Reihe stehen. Den Archäologen und Bauleuten soll‘s Recht sein: Ihnen bleibt nun noch genug Zeit für die Feinarbeit und die Beseitigung kleiner Mängel.

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