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Aachener streiken in Düsseldorf

Von: Heiner Hautermans
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Die Beschäftigten des Universitätsklinikums Aachen sind streikerprobt: 2006 legten sie für nicht weniger als 16 Wochen die Arbeit nieder, bis wesentliche Forderungen erfüllt waren. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Streikaktionen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst strahlten am Donnerstag auch nach Aachen aus: Vor dem Uniklinikum fand morgens von 8 Uhr bis 8.30 Uhr eine halbstündige Protestaktion statt.

Anschließend fuhren die Warnstreikenden in einem Bus zum Uniklinikum Düsseldorf. Verdi-Sekretär Stefan Jungheim: „Dass eine Krankenschwester im Klinikum zurzeit 140 Euro weniger verdient als ihre Kollegin im städtischen Krankenhaus, betrachten wir als Lohndumping, das nur zu unerwünschten Wettbewerbsvorteilen führt.”

Die Warnstreiks seien nach zwei erfolglosen Verhandlungsrunden im Tarifbereich der Länder jetzt notwendig, weil es auf die Forderung nach 8 Prozent mehr Lohn bisher kein ernsthaftes Angebot gegeben habe: „Nicht die örtlichen Arbeitgeber sind unsere Tarifgegner,” betonte der Gewerkschafter weiter, „es sind die Hardliner unter den Finanzministern Möllring und Linssen, die nicht verstehen wollen, dass die eigenen Beschäftigten das beste Konjunkturprogramm sind.”

Die streikerfahrenen Verdi-Mitglieder, die im Jahr 2006 für 16 Wochen die Arbeit niedergelegt hatten, beteiligten sich anschließend an der Auftaktveranstaltung der sechs nordrhein-westfälischen Universitätskliniken.

Die Kreisgruppe Aachen der Gewerkschaft der Polizei wird ebenfalls aktiv, um der Forderung nach einer Gehaltserhöhung um mindestens 200 Euro Nachdruck zu verleihen. Immerhin habe man den Landesbeschäftigten in den letzten Jahren zwölf Prozent ihrer Besoldung genommen, etwa durch die Kürzung des Weihnachtsgeldes, Streichung des Urlaubsgeldes, Verlängerung der Wochenarbeitszeit und Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Deshalb werde sich eine GdP-Delegation aus Aachen an der für den 10. Februar geplanten Demonstration in Düsseldorf beteiligen.

Insgesamt 140 Tarifbeschäftigte, Beamte und Ruheständler werden deshalb in zwei Bussen und zahlreichen Privatwagen vom Polizeipräsidium Aachen an der Hubert-Wienen-Straße aus nach Düsseldorf fahren.
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