Aachen - Aachener SPD will auch für hohe Wahlbeteiligung kämpfen

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Aachener SPD will auch für hohe Wahlbeteiligung kämpfen

Von: Daniel Gerhards
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Rückendeckung für Karl Schul
Rückendeckung für Karl Schultheis und Daniela Jansen (vorne, 2. und 3. v.l.): Mit ihrem Team starteten die beiden SPD-Kandidaten in den Landtagswahlkampf. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Karl Schultheis und Daniela Jansen hatten sich je einen Strauß rote Rosen geschnappt. An jeder Blume hing ein Zettel auf dem das Konterfei von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu sehen war. Vor dem SPD-Stand am Holzgraben wechselte am Samstag schnell Rose um Rose den Besitzer.

Viele Passanten nahmen das kleine Geschenk mit der klaren Botschaft „SPD wählen!” gerne mit.

Beide Kandidaten wollen beim Urnengang direkt ins Landesparlament einziehen. Schultheis, 59 Jahre, setzt dabei erneut auf sein Kernthema Wissenschaftspolitik. Erste Äußerungen des CDU-Schattenministers für Wirtschaft und Wissenschaft sorgten für Irritation bei Schultheis. Der RWTH-Professor Günter Schuh spreche von privaten Investitionen auf dem neuen RWTH-Campus, dabei sei bisher nur „öffentliches Geld” geflossen.

Schultheis möchte den Zugang zu den Hochschulen weiter erleichtern. Der erste Schritt sei die Wiederabschaffung der Studiengebühren gewesen. „Niemand darf wegen des Geldbeutels der Eltern von der Hochschule ferngehalten werden”, sagt Schultheis. Damit mehr junge Menschen erfolgreich studieren, müsse man aber viel früher ansetzen: Bei der U3-Betreuung in der Kita und in der Schule.

Daniela Jansen, 34 Jahre, geht es inhaltlich in erster Linie um die Sorgen der Familien und Alleinerziehenden. Sie möchte für mehr wohnortnahe Kinderbetreuung sorgen. „Die Betreuungsplätze dürfen nicht nur statistisch da sein”, sagt Jansen. „Wenn man in Verlautenheide wohnt, bringt einem ein Kita-Platz in Brand nichts.” Auch die Betreuungszeiten in den Einrichtungen müssten an die Arbeitszeiten - etwa von Kranken- und Altenpflegern - angepasst werden.

Prominente Unterstützung

So will Jansen eine „echte Konkurrenz” für ihren prominenten CDU-Gegner Armin Laschet sein. Der habe nach seiner Zeit als Integrationsminister keine weiteren Impulse in diesem Themenbereich gesetzt. Doch Jansen wolle sich auch für die Migranten, die „ganz normale Arbeitsplätze haben und hier friedlich leben wollen”, kümmern.

Prominente Unterstützung gab es am SPD-Stand von Ex-Bundesministerin Ulla Schmidt. Sie erklärte, dass man dafür kämpfen wolle eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Nur so sei eine realistische Abbildung des Bürgerwillens gewährleistet. Und Schmidt ist guten Mutes: „Die Leute sind zufrieden, sie wollen Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin behalten. Die wissen gar nicht warum man das ändern soll.”

Kraft habe anders, als auf konservativen Plakaten zu lesen, die Schulden gegenüber den Planungen der Regierung Rüttgers reduziert, sagt Schmidt. Und wenn die CDU nun den Rotstift ansetzen will, dann „immer nur im sozialen Bereich”, meint sie. „Da gibt es viele Programme, die unbedingt notwendig sind, um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu erhalten.”

Optimistisch ist angesichts des Wahlkampfauftakts auch Schult­heis: „Unsere Mitglieder sind auf der Straße, die Stimmung ist toll und die Bereitschaft sich einzusetzen, ist groß. Das ist ein gutes Signal.”
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