Aachen - Aachener SPD hat Angst vor dem alten Kraftwerk Tihange

Aachener SPD hat Angst vor dem alten Kraftwerk Tihange

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Aachen. „Strahlung kennt keine Grenzen”, sagt Aachens SPD-Chef Karl Schultheis und begründet damit den Einsatz der örtlichen Sozialdemokraten in einer eher auswärtigen Angelegenheit. Sie reagieren mit Unverständnis auf die Absicht der belgischen Nachbarn, die Laufzeit des Atomkraftwerks um zehn Jahre zu verlängern.

Per Ratsresolution sollen Bundes- wie Landesregierung aufgefordert werden, sich für einen Stopp dieser Pläne einzusetzen. Die SPD geht davon aus, dass sich die anderen Ratsparteien ihrem Vorstoß anschließen werden.

Die Lebensdauer von Tihange, 25 Kilometer südwestlich von Lüttich an der Maas gelegen, soll nach dem Willen der wallonischen Regierung um zehn Jahre verlängert werden, was einen Betrieb bis zum Jahr 2025 bedeuten würde. Dazu SPD-Ratsfrau Dr. Heike Wolf, an der RWTH für den Strahlenschutz zuständig: „Je älter die Anlagen sind, desto reparaturanfälliger werden sie. Das ist nicht anders als bei Autos.”

Davor nämlich hat die SPD Angst: Dass bei einem Störfall in Tihange auch die Stadt Aachen in Mitleidenschaft gezogen wird. Verwiesen wird auf einen Vorgang im November 2002, als es im Block 2 zu einem rapiden Druckabfall kam, weil ein Ventil fälschlicherweise geöffnet wurde. Dass eine Verlängerung der Laufzeit von 40 auf 50 Jahre, wie jetzt an der Maas vorgesehen, die Sicherheit erhöhe, sei nun wirklich nicht anzunehmen.
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