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Aachener Modell II: Schüler können ihre eigene App programmieren

Von: Nina Krüsmann
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Begabungsförderung unter dem Motto Aachener Modell II: von links VUV-Projektkoordinatorin Petra Pauli, VUV-Hauptgeschäftsführer Ralf Bruns, Sparkassen-Vorstand Christian Burmester und Tanja Wansel, Projektkoordinatorin bei Sparkasse. Foto: Harald Krömer

Aachen. Eine eigene App programmieren oder ergründen, warum Freitag, der 13. mathematisch gesehen doch kein Unglückstag ist, das können besonders begabte Jugendliche in diesem Schuljahr durch das Aachener Modell II: Diese spezielle Begabungsförderung an Gymnasien und Gesamtschulen ist ein Projekt der Sparkasse Aachen, der Bürgerstiftung für die Region Aachen, der Vereinigten Unternehmerverbände, der RWTH und der FH Aachen.

„Die neun Workshops, darunter fünf im sogenannten Mint-Bereich und vier im künstlerisch-musischen Bereich in der Bleiberger Fabrik, sind schulübergreifend für die Jahrgangsstufe 5 bis 11 gedacht“, erklärt VUV-Projektkoordinatorin Petra Pauli.

„Die positiven Erfahrungen im Grundschulbereich, wo wir in den vergangenen Jahren seit 2009 viele individuelle Talente fördern konnten, haben uns bestärkt, das Angebot auf die weiterführenden Schulen auszuweiten“, erklärt VUV-Hauptgeschäftsführer Ralf Bruns.

Der Arbeitgeberverband VUV zähle auch viele Industriefirmen aus den Bereichen Chemie, Elektro und Metall zu seinen rund 240 Mitgliedern. „Angesichts des Fachkräftemangels möchten wir den Nachwuchs fördern, auch Mädchen für Mathematik und Ingenieurwissenschaften begeistern.

„Das zweite Standbein des Projekts ist die musisch-künstlerisch-kreative Schiene“, erklärt Dr. Christian Burmester, Sparkassenvorstand und Geschäftsführer der Bürgerstiftung. Angebote wie Improvisationstheater und Videokunst sollen nebenbei „Soft Skills“ vermitteln, das Selbstbewusstsein der jungen Leute stärken. „Die Fähigkeit, kreativ zu sein und Ideen zu entwickeln ist im Leben hilfreich“, weiß Burmester.

„Kreatives Schreiben für Jugendliche“ mit dem Schriftsteller Jürgen Nendza, der Kurs „Die Welt im Bild“ für Collage, Acrylmalerei und Zeichnung, das Improvisationstheater für Jugendliche mit Claudia Schumacher sowie die Trickfilmgestaltung für Jugendliche finden in der Bleiberger Fabrik statt. „Wir freuen uns, dass wir nun die komplette Schullaufbahn begleiten und so Kontinuität schaffen können“, sagt Tanja Wansel, Projektkoordinatorin bei der Sparkasse Aachen-Brand.

Wissen spannend vermitteln

Ziel sei, Wissen spannend zu vermitteln. Alle Kurse bauen auf solidem Schulwissen auf, bieten die Möglichkeit, bereits Gelerntes anzuwenden. Außerschulische Lernorte wie Hörsäle oder das Schülerlabor „InfoSphere“ des Fachbereichs Informatik der RWTH haben dabei besonderen Reiz.

„Wir freuen uns, dass wir über die Jahre auch viele Wiederholungstäter unter den Teilnehmern haben. Einige kommen sogar extra mit dem Bus aus Baesweiler oder Stolberg nach Aachen“, sagt Petra Pauli.

Begabte Schüler werden über ihre Lehrer auf die Workshops hingewiesen, die vom 14. November bis Juni 2015 stattfinden. Infos zu den kostenlosen Angeboten gibt es unter www.aachener-modell.de.

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