Aachen - Aachener Mentorentag: Auch das Öcher Schängche macht mit

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Aachener Mentorentag: Auch das Öcher Schängche macht mit

Von: Martina Stöhr
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Gruppenbild mit Schängche: Zahlreiche Initiativen präsentierten sich beim Mentorentag. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eine Stabpuppe als Co-Moderator: Das war für Beate Blüggel, Leiterin der Volkshochschule (VHS), eine ganz neue Erfahrung. Beim diesjährigen Mentorentag in Haus Löwenstein interviewte das Öcher Schängche unterschiedliche Vereine und Organisatoren, die sich im Aachener Mentorennetzwerk zusammengeschlossen haben.

 Insgesamt rund 20 ehrenamtliche Projekte verfolgen hier gemeinsam das Ziel, Schülern die bestmöglichen Bildungschancen zu ermöglichen.

„Gute Bildung ist eine wichtige Grundlage für den Werdegang eines jungen Menschen“, betonte Manfred Reinders, Vorsitzender des Beirats für Vereine, Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. In diesem Sinne hob er die Bedeutung des Netzwerks hervor und die Notwendigkeit, den Ehrenamtlern die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen, beispielsweise bei Ehrungen im Rathaus oder am Tag der Vereine.

Eine Auswahl der im Netzwerk verbundenen Einrichtungen präsentierte ihre Arbeit. Die Ehrenamtler engagieren sich auf vielfältige Weise: „arbeiterkind.de“ unterstützt all jene, die „die ersten sind, die in ihrer Familie studieren“. Denn die Herkunft soll kein Ausschlusskriterium sein. Der Verein „help“ kooperiert vor allem mit Kinderheimen und bietet Kindern mit schwierigen Erfahrungen zusätzliche Ansprechpartner und unterstützt sie durch Nachhilfe. Gerade die Flüchtlingskinder brauchen demnach jemanden, der sie an die Hand nimmt.

Das Aachener Netzwerk „Wahlgroßeltern“ bringt ältere Menschen mit Familien zusammen, das Sprachaustauschprogramm „Tandem“ vermittelt Frauen, die im Tandem eine Sprache erlernen möchten, und „Athene“ bringt Lehramtsanwärter an Schulen, die dort in enger Absprache mit den Lehrern zum Einsatz kommen. „Jute“ geht in Grundschulen und setzt dort Paten in enger Absprache mit dem Lehrpersonal ein, und die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen baut auf Paten und Familienpaten, um hilfsbedürftigen Menschen bei Behördengängen und der Bewältigung des Alltags zu helfen.

Alle Organisationen freuen sich gleichermaßen über die Mithilfe von Freiwilligen. Besucher nutzten gleich am Anfang die Gelegenheit, sich an den verschiedenen Ständen über ehrenamtliche Tätigkeiten zu informieren. „Beim Markt der Möglichkeiten“ bekamen die Vertreter der verschiedenen Organisationen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement wollte das Mentorennetzwerk an diesem Tag erneut in den Fokus rücken.

Wertschätzung erfahren

„Wir wollen ein Feuer entfachen, dass für die Bildung brennt“, so Reinders. „Wertschätzung muss man spüren und erfahren, um sie später auch an andere weitergeben zu können“, meinte er weiter. Er selbst habe im Ehrenamt vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen geschätzt. Aber was Ehrenamt bringe, wüssten die Ehrenamtler selbst wohl am besten. Das Öcher Schängche wollte alles ganz genau wissen und befragte eine Einrichtung nach der anderen. Die Befragten ihrerseits antworteten, ohne mit der Wimper zu zucken.

 

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