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Aachener Ferienakademie: Lernen wie in einem Ferienlager

Von: Caroline Niehus
Letzte Aktualisierung:
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„Der Traum vom Fliegen“: Die Grundschüler basteln im Rahmen der Ferienakademie Aachen sogar eigene kleine Raketen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Ferien sind eine schulfreie Zeit. Doch gehen 150 Grundschulkinder in Aachen, Alsdorf, Baesweiler und Eschweiler derzeit in die Schule – und zwar freiwillig. Die Aachener Ferienakademie, ein städteregionales Projekt, das in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet, macht‘s möglich.

Im Aachener Stadtgebiet gibt es noch bis zum 30. August an der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Driescher Hof und den katholischen Grundschulen Passstraße, Am Fischmarkt und Bildchen spannende Angebote für wissbegierige Kinder. Unter dem Motto „Der Traum vom Fliegen“ lernen die Kleinen viel über Naturwissenschaften und Technik.

In den ersten Tagen haben sie den Flughafen in Merzbrück besucht und dort echte Flugzeuge besichtigt, Modelle ausprobiert und selbst eigene Flugzeuge gebastelt. An einem anderen Tag haben die Kinder anschaulich gelernt, was die Schwerkraft ist oder wie Raketen funktionieren. Auch hier durften sie eigene kleine Raketen basteln.

Kinder sind begeistert

Die Kinder sind begeistert von den spielerischen Aktionen. Taliyah ist sieben Jahre alt und schon zum zweiten Mal dabei. Sie präsentiert stolz ihre selbstgemachte Rakete und sagt: „Hier ist es schön, das Basteln macht viel Spaß“.

Das spielerische Lernen unterstützen auch alle Verantwortlichen der Ferienakademie. Der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen und das Bildungsbüro der Städteregion Aachen haben das Projekt 2011 ins Leben gerufen.

Bei den Kindern findet die Ferienakademie eine hohe Akzeptanz. „Es bedeutet nicht, dass Unterricht stattfindet“, betont Elke Münich, die Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule. „Es ist eine Form von Lernen, die Freude macht.“

Sowohl die Schulen Driescher Hof und Passstraße als auch Am Fischmarkt und Bildchen haben schulübergreifende Gruppen, wobei jeweils 15 Kinder pro Schule teilnehmen. Die Kinder werden dann innerhalb der zwei Schulen zu einer großen Gruppe zusammengefügt und lernen so auch neue Freunde kennen, mit denen sie die zwei Wochen dann verbringen.

„Die Mischung ist eine Bereicherung. Das ist wie in einem Ferienlager, viele verschiedene Kinder bringen unterschiedliche Fähigkeiten mit“, erzählt Beate de Gavarelli begeistert.

Alle diese Kinder werden zum Abschluss der Akademie eine Präsentation vorbereiten und diese dann vorstellen. Das neu Erlernte wird auch in den Unterricht eingebunden, in dem die Kinder dann als Experten ihre Erfahrungen schildern können.

Da die Teilnehmer nur Dritt- und Viertklässler sind, bringt das neue Wissen ihnen auch bald in der Schule etwas, wenn es dann um neue Fächer wie Physik oder Chemie geht. Ausgewählt wurden die Teilnehmer von den Lehrern ihrer Schule, denn diese kennen die Kinder am besten und wissen, wer von ihnen besonders von dem Projekt profitiert.

Bis zum 30. August wird noch getüftelt und erforscht. Dabei wird den Kindern anhand des Mottos „Vom Traum zur Wirklichkeit“ auch immer wieder gezeigt: Das ist möglich!

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