Aachener Dom feiert 2014 drei wichtige Ereignisse

Von: Georg Dünnwald
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Auf Dompropst Helmut Poqué und die Domkapitulare wartet eine Menge Arbeit. Im Jahr 2014 feiert das Münster gleich drei Ereignisse von großer Bedeutung. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Kaiser Karl ist nicht etwa am 25. Dezember 800 in Rom zum Kaiser gekrönt worden, es war der 29. Dezember”, weiß Dompropst Helmut Poqué. Und an diesem Tag, so plant es wenigstens das Domkapitel, soll im Jahr 2014 ein großes Fest mit einem Abschlusskonzert enden, das bereits Anfang dieses Jahres beginnen wird.

Am 28. Januar jährt sich der Todestag des größten Herrschers des frühen Mittelalters im Jahr 814 zum 1200. Mal. Gerade für den Dom ist das Verpflichtung, sich ins Zeug zu legen, schließlich hat Karl der Große den Grundstein zur Kathedrale gelegt.

Das Oktogon war seine Pfalzkapelle, seine Monarchenkirche, die er der Jungfrau Maria widmete. Das Domkapitel hat eine Kerngruppe gebildet, die sich um die Feierlichkeiten rund um das Münster und den Großen Karl kümmern soll.

Auch Glashaus genannt

Als wär´s damit nicht genug, stehen im selben Jahr dem Domkapitel auch noch zwei weitere Ereignisse ins Haus, die für sich genommen schon eigene Festivitäten wert wären. Denn die Chorhalle, von den Öchern liebevoll Glashaus genannt, wird 600 Jahre alt - am 28. Januar 1414 wurde die mit mehr als 1000 Quadratmetern Glasfläche versehene Halle nach rund 60-jähriger Bauzeit geweiht.

So wurde das Münster nach einem im Jahr 1355 gefassten Beschluss des Stiftskapitels durch das Glashaus erweitert, weil das Gotteshaus wegen der alle sieben Jahre stattfindenden Heiligtumsfahrten einfach zu klein geworden war.

Und wie es so ist - im Jahr 2014 ist auch wieder Heiligtumsfahrt, dann werden wieder vier Hauptheiligtümer, die Windeln des Jesuskindes, das Kleid Mariens, das Lendentuch des Gekreuzigten und das Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer, dem Marienschrein entnommen und der frommen Pilgerschaft gezeigt.

100.000 Wallfahrer in Aachen

Rund 100.000 Wallfahrer werden in der Zeit vom 20. Juni, das ist der Freitag nach Fronleichnam, und Montag, dem 30. Juni, nach Aachen kommen, um die Heiligtümer zu verehren.

„Wir sind mitten in den Planungen”, sagt der Dompropst, der noch nicht allzu viel preisgeben will. „Wir werden verschiedene Events anbieten”, spricht der Chef des Domkapitels von Überlegungen, beispielsweise in der Chorhalle ein Konzert auf historischen Instrumenten anzubieten.

Dass alles, was mit Kaiser Karl und dem Dom zu tun hat, ins Boot geholt wird, ist da eigentlich schon klar. Die Europäische Stiftung für den Aachener Dom beispielsweise, der Karlsverein/Dombauverein, die Karlsschützen und auch das Kaiser-Karls-Gymnasium.

„Das Domkapitel hat bereits schriftlichen Kontakt mit Mönchengladbach, wo zur gleichen Zeit ja auch eine Heiligtumsfahrt stattfindet, mit Reims und Santiago de Compostela aufgenommen, um die Städte zu bewegen, bei den Feierlichkeiten mitzumachen”, erklärt der Dompropst.

Die Stadt Aachen plane ja auch eine Menge zu Kaiser Karls 1200. Todestag, deshalb habe das Domkapitel beschlossen, sich auf den religiösen Anteil zu konzentrieren.
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