Aachener Dom: Beim Bau wurde Material knapper
Nach der Sanierung ist der Aachener Dom wie ein offenes Buch. Bau, Material, Statik - die Experten haben den Bau Karls des Großen erforscht wie nie zuvor. Das können jetzt auch Laien nachvollziehen. Foto: dpa
Bei Baubeginn hätten sich die Baumeister bei den römischen Bauten bedient und große Quader verwendet. Mit der Zeit sei dieser Vorrat geschwunden, sagte die Bauforscherin Ulrike Heckner am Donnerstag in Aachen. In einem neuen Buch veröffentlicht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Ergebnisse der Außenrestaurierung des karolingischen Kernbaus von 2000 bis 2004.
Mit neuester Technik waren die 1200 Jahre alten Baumaterialien wie Steine, Mörtel und Metalle analysiert worden. 60.000 Steine sahen sich die Experten von Dombauleitung und Denkmalpflege einzeln an. Reinigungs- und Restaurierungsverfahren seien beispielhaft angewendet worden, stellte das LVR-Amt für Denkmalpflege fest. In dem Buch „Die karolingische Pfalzkapelle in Aachen” kommen auch bisher weniger bekannte Ergebnisse von Forschung und Restaurierung zur Sprache.
So kamen als Ersatzsteine bei den Arbeiten am Mauerwerk, das bis zu 90 Prozent aus karolingischer Substanz bestehe, nur „handverlesene” Steine aus Steinbrüchen an Mosel und Ahr infrage. Wissenschaftler untersuchten die Steine in Simulationen auf ihre Witterungsresistenz und mit Ultraschall auf ihre Struktur.
Neue Steine und Fugen zeigten bisher keinen Verschleiß, sagte Dombaumeister Helmut Maintz: „Für die ersten zehn Jahre haben wir es nicht schlecht gemacht.” Aber was sei dieser kurze Zeitraum schon gemessen an 1200 Jahren, fragte er. Darum kämen für Arbeiten am Dom nur die besten Lösungen infrage.
Der Aachener Dom ist nach Abschluss der grundlegenden Sanierungsarbeiten im vergangenen Jahr vom Keller bis zum Dach wieder fit. Allein das Domkapitel hatte 35 Millionen Euro in den Erhalt des Aachener Doms gesteckt.
Mit neuester Technik waren die 1200 Jahre alten Baumaterialien wie Steine, Mörtel und Metalle analysiert worden. 60.000 Steine sahen sich die Experten von Dombauleitung und Denkmalpflege einzeln an. Reinigungs- und Restaurierungsverfahren seien beispielhaft angewendet worden, stellte das LVR-Amt für Denkmalpflege fest. In dem Buch „Die karolingische Pfalzkapelle in Aachen” kommen auch bisher weniger bekannte Ergebnisse von Forschung und Restaurierung zur Sprache.
So kamen als Ersatzsteine bei den Arbeiten am Mauerwerk, das bis zu 90 Prozent aus karolingischer Substanz bestehe, nur „handverlesene” Steine aus Steinbrüchen an Mosel und Ahr infrage. Wissenschaftler untersuchten die Steine in Simulationen auf ihre Witterungsresistenz und mit Ultraschall auf ihre Struktur.
Neue Steine und Fugen zeigten bisher keinen Verschleiß, sagte Dombaumeister Helmut Maintz: „Für die ersten zehn Jahre haben wir es nicht schlecht gemacht.” Aber was sei dieser kurze Zeitraum schon gemessen an 1200 Jahren, fragte er. Darum kämen für Arbeiten am Dom nur die besten Lösungen infrage.
Der Aachener Dom ist nach Abschluss der grundlegenden Sanierungsarbeiten im vergangenen Jahr vom Keller bis zum Dach wieder fit. Allein das Domkapitel hatte 35 Millionen Euro in den Erhalt des Aachener Doms gesteckt.







