Aachen - Aachener ärgern sich über Autoaufbrüche

Aachener ärgern sich über Autoaufbrüche

Von: Martina Feldhaus
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Aachen. Nicht schon wieder! Das ist einer Leserin vergangene Woche wohl als erstes durch den Kopf gegangen, als sie ihr Auto an der Rolandstraße aufschließen wollte. Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen guckte sie auf Tausende Splitter und Scherben.

 Kurz nach ihrem Ex-Mann in der Weberstraße war nun auch sie Opfer eines Autoeinbruchs geworden, nicht weit enfernt in der Rolandstraße. „Die haben alles ausgeräumt, was nicht niet- und nagelfest war“, erzählt sie den „Nachrichten“. Mäntel, Bücher und weiterer Schnickschnack – alles weg. Der Schaden: stattliche 2000 Euro.

„Wenn man das in der Nachbarschaft erzählt, dann hört man, dass nahezu jede Woche im Bereich Soers/Kurpark/Lombarden-staße Autos geknackt werden“, erzählt die AN-Leserin. „Im Karlsburgweg hat es einen schon dreimal getroffen. Er stellt abends ein Schild auf mit der Aufschrift: ‚Das Auto ist schon ausgeräumt!‘“. Auch anderen Leser aus dem Beritt Lousberg und Stadtpark berichten, in den vergangenen Wochen vermehrt mit Autoaufbrüchen konfrontiert worden zu sein. Sei es im Umkreis von Kollegen, Freunden oder Bekannten.

Dass es Aufbrüche gibt, manchmal auch deutlich gehäuft, kann Paul Kemen, Pressesprecher der Polizei, klar bestätigen. Aber ist es in den vergangenen Monaten in bestimmten Vierteln tatsächlich besonders extrem geworden? „Nein“, sagt Kemen. „Die Zahl ist schwankend, teils sogar sehr stark. Vor einigen Wochen stieg die Zahl innerhalb weniger Tage sprunghaft an. Dass ist dann der Fall, wenn ganze Straßenzüge heimgesucht werden und es sich um ein und diesselben Täter handelt.“ In anderen Zeiträumen sei wieder weniger los.

Auch Schwerpunkte gebe es kaum. Kemen: „Besonders betroffen ist in der Regel der Innenstadtbereich. Dann verlagert es sich aber auch plötzlich mal in die Außenbereiche.“ Rechnet Kemen alle bei der Aachener Polizei eingegangenen Anzeigen wegen Aufbrüchen und damit verbundenen Diebstählen seit Anfang des Jahres zusammen, gibt es sogar eine Überraschung: „Statistisch gesehen haben wir weniger Aufbüche als im gleichen Zeitraum vergangenes Jahr.“ Und die Statistik spricht recht deutliche Zahlen: Waren es 2012 bis Ende Juli noch 1000 Autoaufbrüche, sind es dieses Jahr bislang nicht mal ein Viertel davon.

Ärgerlich ist das Ganze für den Einzelnen trotzdem. Deshalb hat Paul Kemen ein paar Tipps, wie man die Diebe – zum Großteil sind es Drogenabhängige, die das Diebesgut schnell und meist unter Warenpreis weiterverkaufen – abhalten kann: „Auf jeden Fall sollte man keine Gegenstände sichtbar im Auto liegen lassen. Handys, MP3-Player, I-Phones, Brieftaschen oder Bargeld haben im Innenraum nichts verloren.“

Leeres Handschuhfach zeigen

Schon der Ring eines Navi-Saugnapfes an der Windschutzscheibe gebe oft einen Anreiz, weil die Diebe vermuten, dass dann auch ein Navi im Auto ist. Am besten sei es sogar, den leeren Handschuhkasten offen zu lassen, nach dem Motto: „Hier ist nichts zu holen“.

Denn sind erstmal Sachen aus einem Wagen gestohlen, das an der Straße parkt, bekommt man die auch nicht ersetzt. Weder Hausrat-, noch Autoversicherung kommen für den Diebstahl-Schaden auf. Bei der Fensterscheibe ist das anders. Für die kommt die Teilkasko-Versicherung auf, solange es kein reiner Vandalismus war.

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