Aachen: „Zwischen Provinz und gefühlter Weltstadt”

Von: Marcus Erberich
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Mit den Worten „Jeder Öcher
Mit den Worten „Jeder Öcher kennt einen Öcher, der einen Öcher kennt, der sich auskennt”, begrüßte Detlev Fröhlke, Geschäftsführer des Clubs Aachen International, die Mitglieder und Gäste. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Jeder Öcher kennt einen Öcher, der einen Öcher kennt, der sich auskennt”, dichtete Detlev Fröhlke, Geschäftsführer des Club Aachen International. Mit diesen Worten hieß er die gut 50 Gäste beim außerordentlichen Treffen des Clubs in der Sky-Lounge des Tivoli willkommen.

Und er fasste so trefflich zusammen, was es mit dem Club auf sich hat: Aachener miteinander vernetzen - im Inland wie auch im Ausland.

Etwa 200 Mitglieder zählt der Club aktuell, davon leben rund 140 im Ausland, genauer gesagt: in 26 Ländern auf allen fünf Kontinenten der Erde. „Es geht uns darum, Aachener auf der ganzen Welt an Aachen zu binden und gegenseitige Kontakte herzustellen”, so Meino Heyen, Aufsichtsratsvorsitzender der Alemannia und Präsident des Club Aachen International.

Dementsprechend bunt gemischt war auch das Publikum. „Prost” hieß es da in der einen Ecke des Raumes, „Cheers” in der anderen. Ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie gut die Vernetzung im Club funktioniert, war das Ehepaar Kurt und Cynthia Scholler, angereist aus North Carolina in den USA. Seit 40 Jahren lebt der gebürtige Aachener nun schon in Amerika - seine Wertschätzung des Grauburgunders, der ihm gereicht wurde, öcherte er allerdings in feinstem Platt daher.

Gelebte Heimatverbundenheit, die Detlev Fröhlke mit diesem besonderen Lebensgefühl der Aachener begründete, und - natürlich im Scherz - mit dem Charme eines Ortes „zwischen Provinz und gefühlter Weltstadt”.

So sah es auch Reinhard Kistermann, der zwar nicht persönlich dabei sein konnte, aber per Live-Schaltung aus Venezuela seinen Gruß an die Anwesenden richtete: „Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als in Aachen zu leben.” Aber immerhin scheine in Venezuela ja gerade die Sonne, und mit 23 Grad sei es dort auch „schon fast kalt”.

Das wichtigste Instrument der Vernetzung ist die Internetseite des Clubs. „Einmal Öcher, immer Öcher” heißt es dort. Von einem „weltweiten Netzwerk der Aachen-Botschafter” ist die Rede - so nennen sich die Mitglieder des Clubs. Hier können sich die Mitglieder, die nicht in Aachen leben, schnell informieren, was in ihrer Heimatstadt gerade passiert - sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder bei der Alemannia. Außerdem können sie im geschützten Mitgliederbereich Kontakt zueinander aufnehmen. Einmal im Jahr gibt es zudem eine Versammlung im Rathaus, bei der drei Tage lang Programm für die angereisten Botschafter gemacht wird.

Der Club Aachen International ist derzeit auf der Suche nach weiteren Mitgliedern. Kontakt und Informationen gibt es unter 0241/432-3200.
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