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Aachen möbelt sein Parkleitsystem auf

Von: Gerald Eimer
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In die Jahre gekommen: Das Aachener Parkleitsystem soll im nächsten Jahr endlich erneuert werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Hoffnung auf ein moderneres Parkleitsystem wurde den Autofahrern in Aachen bereits vor mehr als vier Jahren gemacht, doch erst jetzt kann der Durchbruch vermeldet werden. In diesen Tagen bereitet die Stadt die Ausschreibung für die Runderneuerung der dynamischen Stellplatzanzeigen an.

Dies teilt der städtische Verkehrsplaner Uwe Müller auf Anfrage mit, dem nach vielen Vorgesprächen mit den Parkhausbetreibern nunmehr die Bewilligungsbescheide der Bezirksregierung vorliegen. Geht alles glatt, werden Autofahrer ab nächstem Jahr mittels brandneuer Technik in freie innerstädtische Parkhäuser gelotst.

Kostensenkung

Insgesamt sind zurzeit 17 Parkhäuser von sieben Betreibern an das städtische Lotsensystem angeschlossen – unter ihnen auch alle Parkhäuser der städtischen Tochtergesellschaft Apag. Sie alle bemängeln seit Jahren fehlerhafte Anzeigen und Defekte und drängen nicht nur auf eine Serviceverbesserung, sondern auch auf eine Kostensenkung.

In mehreren Gesprächsrunden sei man inzwischen überein gekommen, dass nicht nur die gesamte Beschilderung durchforstet wird, sondern auch die Technik grundlegend erneuert wird. So soll laut Müller auch ein neuer Rechner installiert werden, der künftig deutlich schnellere Übertragungsraten gewährleistet und somit genauere Zahlen über freie Stellplätze liefern kann.

Plättchentechnik

Ausgedient haben wird dann auch die überalterte Plättchentechnik in den Anzeigen, die heute oftmals für missverständliche Zahlenangaben verantwortlich gemacht wird. Stattdessen soll demnächst neueste LED-Technik zum Einsatz kommen, die besser ablesbar und weniger störanfällig ist.

Vor allem an den Zufahrtsstraßen sollen zahlreiche der zurzeit 151 dynamischen Anzeigen abgebaut und durch statische Wegweiser ersetzt werden. Autofahrer müssten nicht schon frühzeitig mit Zahlen überhäuft werden, heißt die Devise – zumal dynamische Anzeigen auch deutlich kostenintensiver als einfache Hinweisschilder sind.

Wichtig sei, dass Autofahrer zunächst in die richtige Richtung geleitet werden. Je näher sie dem Zentrum kommen, umso präziser sollen dann die Informationen über freie Plätze werden.

Die Finanzierung des städtischen Leitsystems wird wesentlich von den Parkhausbetreibern mitübernommen, weil es sich um ein Geben und Nehmen handelt: Die Stadt will möglichst den Parksuchverkehr eindämmen, dafür wird den Parkhäusern die Kundschaft zugeführt.

Wirklich gebraucht wird das Parkleitsystem allerdings nur selten, wie auch die Betreiber betonen. So werden restlos ausgebuchte Parkhäuser in aller Regel nur an den Samstagen in der Vorweihnachtszeit registriert. Platznot herrschte zuletzt allerdings auch am 11. November, weil viele Belgier ihren Feiertag zum Einkaufen in Aachen genutzt haben.

Glücksfall

Dass sich in Aachen sieben Parkhausbetreiber dem städtischen Parkleitsystem angeschlossen haben, wird gerade an solchen Tagen als Glücksfall angesehen. In anderen Städten sei es eher unüblich, dass sie sich bei Vollbelegung gegenseitig die Kundschaft zuweisen.

Und Aachens wichtigster Parkhausbetreiber, die Apag, feiert längst auch mit einem eigenen System Erfolge, wie Apag-Sprecherin Anne Linden mitteilt. Denn sowohl im Internet als auch mobil mit der Apag-App können sich Autofahrer über die Auslastung der Parkhäuser kundig machen. „Wir haben enorme Zugriffzahlen“, zeigt sich Linden selbst erstaunt. Für viele Parksuchende sei die Apag-App offenbar eine echte Alternative zum Parkleitsystem.

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