Aachen - Aachen erreicht bei Feinstaub Spitzenwert

CHIO-Header

Aachen erreicht bei Feinstaub Spitzenwert

Von: dpa/wb
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Bei den Feinstaubwerten war Aachen am Dienstag Spitze: Gegen Mittag wurden 114 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mit. Dahinter lagen Gelsenkirchen mit 108 und Dortmund mit 104 Mikrogramm.

In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen sei die festgelegte Alarmschwelle von 50 Mikrogramm überschritten worden. Das Lanuv führt die erhöhte Feinstaubbelastung auf das derzeit trockene und windstille Wetter zurück. Weil das anhalte, sei auch am heutigen Mittwoch mit ähnlichen Werten zu rechnen. Das Landesamt empfiehlt deshalb, auf unnötige Autofahrten und den Betrieb von Ofen- und Kaminheizungen zu verzichten.

Durch die aktuellen Messergebnisse dürften sich die Aachener Verkehrs- und Umweltverbände bestätigt fühlen. ADFC, BUND und VCD hatten schon tags zuvor in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass die Stadt mehr für die Luftreinhaltung unternehmen müsse. An der Wilhelmstraße seien im vergangenen Jahr an 46 Tagen die Grenzwerte für Feinstaub überschritten worden, gesetzlich erlaubt sind 35 Überschreitungstage.

Das Argument der Stadt, die Großbaustelle am Kaiserplatz sei für die Belastung verantwortlich, lassen die Verbände nicht gelten. Schon vor Baubeginn habe es im vergangenen Jahr 28 Überschreitungstage gegeben, mit den staubintensiven Abbrucharbeiten sei erst im Mai begonnen worden. Die Umweltschützer vermuten, dass künftig die Tiefgarage des Aquis Plaza mit ihren 650 Plätzen als neue Schadstoffquelle hinzukommt. Die werde zu erheblich mehr Autoverkehr in diesem Bereich führen.

ADFC, BUND und VCD glauben jedoch, dass nur mit einer Verringerung des Autoverkehrs eine bessere Luftqualität zu erreichen ist. Dazu haben sie einen Maßnahmenkatalog erarbeitet und bei der Bezirksregierung in Köln im Rahmen der anstehenden Überarbeitung des „Luftreinhalteplans 2014“ eingereicht. Dazu zählen etwa die Einführung von Tempo 30 auf weiteren Straßen, etwa auf dem Grabenring. Außerdem sollte es nach Ansicht der Verbände ein Vorrangnetz für den Radverkehr von den Außenbezirken in die Innenstadt geben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert