Aachen bleibt beim klaren Nein zur B258n

Von: Gerald Eimer
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Aachen. Die Stadt Aachen ist weiterhin fest entschlossen, den Bau einer neuen Schnellstraße im Aachener Norden zu verhindern.

Die Verkehrspolitiker der Stadt und der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses, Roland Jahn, bekräftigten ihre ablehnende Haltung zur B258n am Donnerstag erneut gegenüber niederländischen Verkehrsplanern.

Das seit Jahren umstrittene Projekt wird vor allem von Herzogenrather Politikern und auf niederländischer Seite befürwortet. Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen unterstützt die Straßenbaupläne. Zuletzt hat auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Zustimmung signalisiert.

In Aachen hingegen hat sich frühzeitig breiter Widerstand formiert. Anwohner, Berzirksvertretungen, Rat und Stadtverwaltung wollen eine neue Verkehrsschneise durch das sogenannte Heydener Ländchen zwischen Richterich und Kerkrade verhindern. Im vergangenen Jahr hat sich auch der Petitionsausschuss im Düsseldorfer Landtag einstimmig gegen die Pläne ausgesprochen.

In Herzogenrath und in den Niederlanden erhoffen sich die Planer von der B258n vor allem eine Verkehrsentlastung in Wohngebieten und Impulse zur Wirtschaftsförderung. Auch deshalb planen die Niederländer derzeit den sogenannten Buitenring Parkstad Limburg, einen 26 Kilometer langen vierspurigen Außenring, der die Erreichbarkeit der Parkstad verbessern und innerstädtische Straßen entlasten soll. Zugleich soll die B258n eine neue grenzüberschreitende Anbindung an den Außenring herstellen.

Grundlage für diese Planungen sind unter anderem Studien zur Verkehrsentwicklung und zur bevorstehenden Überlastung vorhandener Strecken, die auf Aachener Seite jedoch in Zweifel gezogen werden.

Die Pläne für den Buitenring Parkstad Limburg werden auf niederländischer Seite sehr ehrgeizig vorangetrieben, wie den Aachener Politikern am Donnerstag erläutert wurde. 235 Millionen Euro wollen die Niederländer investieren. Der Baubeschluss soll im Herbst gefasst werden, die Fertigstellung ist für Januar 2015 geplant.

Alternative auf der Schiene

Ob es jedoch jemals einen Anschluss zur B258n geben wird, sei mehr als zweifelhaft, signalisierten die Aachener. Die Verkehrspolitiker haben den niederländischen Planern daher eine Alternativplanung ans Herz gelegt. Unter anderem könnte auf einen großen Kreisverkehr für den Anschluss der B258n verzichtet werden.

Als Alternative zu einer neuen Schnellstraße durch die Horbacher Börde hat zuletzt vor allem die SPD eine Schienenverbindung zwischen Aachen und Maastricht ins Gespräch gebracht, die auch das grenzüberschreitende Gewerbegebiet Avantis anbinden soll.
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