A-Junioren trainieren jetzt mit Marcel Witeczek

Von: Jan Mönch
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So sehen die Trikots aus, die der FV Vaalserquartier vom stellvertretenden AOK-Regionaldirektor Bernd Claßen und Marcel Witeczek (vorne, von links) überreicht bekommen. Uber die Kooperation mit der Krankenkasse freut sich der Vereinsvorsitzende Alexander Götzenich (rechts) und die A-Jugend des Vereins. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Das Problem, das sein Arbeitgeber bekämpft, bringt Bernd Claßen salopp auf den Punkt: „An der Konsole können viele Jugendliche eine perfekte Flanke schlagen. Auf dem richtigen Spielfeld aber können sie kaum bis zur Mittellinie laufen.”

Dabei ist es dem stellvertretenden Regionaldirektor der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) durchaus ernst. 15 Prozent der Jugendlichen seien laut jüngsten Untersuchungen übergewichtig. Und ein Großteil werde es auch im Erwachsenenalter bleiben - mit allen negativen Folgen.

Ein Kooperationsvertrag mit dem FV Vaalserquartier soll dieses Problem nun ein Stück weit bekämpfen. Obwohl dort natürlich nicht 15 Prozent der Nachwuchskicker übergewichtig sind, wie Claßens Kollege Heinz Heuerz versichert. „Aber insbesondere in der A-Jugend neigen die Spieler dazu, sich vom Fußball abzuwenden. Sie brauchen Motivation zum Weitermachen. Im Optimalfall sollte der Sport lebensbegleitend sein.”

So besteht der Kooperationsvertrag mit der AOK laut dem Vereinsvorsitzenden Alexander Götzenich „aus gegenseitigen Rechten und Pflichten”. Die Jugendspieler werden mit Trikots, Sporttaschen und Bällen ausgerüstet. Als besonderes Bonbon für die Kicker gibt es vier Mal pro Jahr ein Training mit dem ehemaligen Bayernprofi und zweimaligen Deutschen Meister, Marcel Witeczek ( Zwei Fragen an).

Für finanzielle Zuschüsse aber will die Gesundheitskasse Ergebnisse sehen. Nur zwei Spieler der 16 Jugendmannschaften (davon vier Mädchenteams) sollen sich pro Jahr abmelden, dafür 15 anmelden. „Ganz genau nehmen wir diese Vorgabe vielleicht nicht”, sagt Marcel Witeczek. „Wichtig aber ist uns, dass kein Spieler sagt: ,Ich habe keinen Bock mehr.”
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