Aachen - 8500 Euro - für nur einen Quadratmeter

8500 Euro - für nur einen Quadratmeter

Von: Heiner Hautermans
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Im aktuellen Neubaugebiet Grauenhofer Weg werden Baugrundstücke für 260 Euro pro Quadratmeter Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Oberzentrum und sein Umland weisen unterschiedliche Tendenzen auf: Während die Zahl der Kaufverträge für Grundstücke, Häuser und Eigentumswohnungen in der Stadt Aachen im letzten Jahr um beachtliche 10,8 Prozent gegenüber 2008 zulegte (Umsatz plus 6,8 Prozent), sanken die entsprechenden Werte im Rest der Städteregion, dem ehemaligen Kreis Aachen.

Dies ergibt sich aus dem gemeinsamen Grundstücksmarktbericht, der vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Städteregion vorgelegt wurde. Insgesamt wechselten in 2009 im Raum Aachen Immobilien für 964,9 Millionen Euro den Besitzer, viel Arbeit für die Notare.

Baugrundstücke gefragt

Besonders gefragt in der Stadt Aachen waren Baugrundstücke für den Eigenheimbau, die Zahl der Kauffälle verdoppelte sich fast, von 84 in 2008 auf 166 im letzten Jahr. Besonders tief in die Tasche greifen mussten die Interessenten traditionell im Südviertel, wo der Quadratmeter für 440 bis 480 Euro an den Mann oder die Frau gebracht wird.

Im Bereich Hörn sind 320 bis 410 Euro zu entrichten, in Laurensberg liegt der Quadratmeterpreis um 330 Euro. Diese Werte können in besonders reizvollen Lagen noch deutlich überboten werden. Sie sind allerdings nicht repräsentativ für das Gesamtgeschehen. Insgesamt sind die Bodenrichtwerte, auch für Gewerbegrundstücke, weitgehend stabil geblieben. 130 bis 250 Euro pro Quadratmeter muss ein Häuslebauer hinlegen, der ein Grundstück am Stadtrand von Aachen erwerben möchte. Wesentlich günstiger ist das einige Kilometer weiter, etwa in Monschau oder Simmerath (40 bis 90 Euro).

Weitaus höher liegen, auch das keine Überraschung, die Werte für innerstädtische Geschäftslagen. An der Spitze wiederum der Bereich Adalbertstraße zwischen Kugelbrunnen und Friedrich-Wilhelm-Platz. Rund 8500 Euro pro Quadratmeter muss ein Investor hinblättern, der dort ein Areal erwerben will. Auf dem zweiten Platz liegt die Krämerstraße, wo immerhin noch 6500 Euro zu Buche stehen. Auch landwirtschaftlich genutzte Flächen flossen in das Gesamtwerk ein, so sind im Süden Aachen 1,5 bis 3 Euro für das ein mal ein Meter große Stück Wiese zu berappen.

Bei insgesamt rückläufigen Immobilienmarkt ist auch die Zahl der Zwangsversteigerungen zurückgegangen. Die meisten Immobilien, 59 von 192, kamen in der Stadt Aachen unter den Hammer. Der Grundstücksmarktbericht 2010, erstmalig erstellt unter Vorsitz von Irene Littek-Braun, der Leiterin des städteregionalen Katasteramts, ist in einer digitalen Karte (CD mit PDF-Dateien) und einer Liste zusammengestellt. Die Bodenrichtwertkarte und die Liste kosten jeweils 85 Euro, der Grundstücksmarktbericht 40 Euro. Fragen zu einzelnen Werten und zum Grundstücksmarktbericht beantwortet die Geschäftsstelle der Städteregionsverwaltung unter 5198-2555.
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