79-Jährige mit Schlägen gegen den Kopf getötet

Von: bugi
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Düren. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat gegen einen 45-jährigen Mann aus Düren und eine 48-jährige Frau, ebenfalls aus Düren, Anklage wegen Mordes, Raubes mit Todesfolge sowie besonders schwerer Brandstiftung erhoben. Beiden wird vorgeworfen, am 10. Mai diesen Jahres eine 79-jährige Frau ermordet zu haben.

Eine Angehörige hatte die allein lebende Frau einen Tag nach der Tat tot in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Dürener Heinrich-Heine-Straße aufgefunden. Die Beweislage sprach dabei von Anfang an für ein Gewaltverbrechen.

So sollen sich die beiden Beschuldigten nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Zutritt zu der Wohnung verschafft haben, „um dort Vermögensgegenstände zu entwenden. Im Rahmen der Tatausführung kam es zu Gewalttätigkeiten, die schließlich zum Tode führten”, so Staatsanwalt Peter Jansen. „Schläge gegen den Kopf” habe es gegeben”, sagt Jansen auf Anfrage der „DN” weiter, danach sei die Frau „erstickt worden”.

Feuer, um Tat zu vertuschen

Erbeutet wurde bei dem Raub neben Bargeld auch Schmuck. Um die Tat zu vertuschen, sollen der 45-Jährige und die 48-Jährige Feuer in der Wohnung gelegt haben, „das jedoch nach kurzer Zeit von selber erlosch”, so Jansen weiter. Zu dem Zeitpunkt sei die 79-jährige Dürenerin aber schon tot gewesen.

Bargeld gefunden

Festgenommen wurden die beiden mutmaßlichen Täter genau einen Monat nach der Tat. Seit dem sitzen sie in Untersuchungshaft. Eine Tatbeteiligung streiten sie beide aber ab. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist das jedoch wenig glaubhaft. Staatsanwalt Peter Jansen: „Wir haben in den Wohnungen der beiden Tatverdächtigen Bargeld sicher stellen können. Die Erklärungen, woher das Geld stammen soll, sind nicht nachvollziehbar.”

Wann es zur Eröffnung des gerichtlichen Hauptverfahrens kommen wird, ist noch unklar. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aachen ist zurzeit mit der Entscheidung darüber befasst. Staatsanwalt Peter Jansen geht aber davon aus, dass bei einer Zulassung der Klage „in Kürze mit einer Verhandlung des Falles zu rechnen” ist.
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