76 Bläser wollen die Aachener Musikszene bereichern

Von: Eva Onkels
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76 Bläser und zwei Kontrabassisten bereiten sich unter der Leitung von Tobias Haußig gerade auf ihre Premiere am 6. Juni vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es stehen noch einige Proben an und sicher ist auch noch einiges an den Details zu machen – aber alles in allem klingt es schon ganz gut, was die Bläserphilharmonie Aachen auf die Beine stellt.

Erst seit wenigen Wochen laufen die Proben des neu gegründeten Orchesters. Das Ziel: Aachen um eine musikalische Facette erweitern und all denen, die auf den Wartelisten der beiden großen studentischen Orchestern stehen, eine Chance geben, musikalisch am Leben der Kaiserstadt teilzuhaben.

Im Oktober 2013 gegründet

Im Oktober 2013 wurde die Bläserphilharmonie von Achim Lindt, Clemens Baumeister und Matthias Hoppe ins Leben gerufen. „So etwas fehlt in der Aachener Innenstadt noch“, sagt Achim Lindt zu dem sinfonischen Blasorchester. Man möchte anspruchsvolle Blasmusik auf hohem Niveau präsentieren. Anders als in den klassischen Sinfonieorchestern gibt es in der Bläserphilharmonie mit Ausnahme zweier Kontrabässe keine Streicher. Dafür umso mehr Klarinetten, Hörner, Posaunen und Trompeten. „Wir haben 120 Leute auf den Wartelisten für das Collegium Musicum und das Aachener Studentenorchester“, berichtet Achim Lindt, so viele Plätze können die beiden Orchester jedoch gar nicht anbieten. „Die Bläserphilharmonie ist eine Möglichkeit, auch diese Leute am musikalischen Leben teilhaben zu lassen.“

Dirigiert wird das 78 Musiker umfassende Orchester von Tobias Haußig. Der in Berlin aufgewachsene Musiker studierte Trompete und Instrumentalpädagogik an der Universität der Künste und an der Hochschule Hans-Eisler Berlin. Im Jahr 2012 wurde er in das Stipendiatenprogramm des Deutschen Musikrates aufgenommen worden. Energisch, aber freundlich bleibt er bei den Ansagen an die jungen Musiker, die zum Teil erst im ersten Semester an RWTH und FH studieren: „Vorhin war Takt 143 eine Katastrophe, jetzt ist es besser“, oder „crescendo machen, aber schlank bleiben“ sind Ansagen, die wohl jedes Orchester im Laufe seines Bestehens schon einmal gehört hat.

Die Premiere der Bläserphilharmonie wird am Freitag, 6. Juni, nach einer Probenzeit von knapp zwei Monaten in der Aula 1 der RWTH am Templergraben 55 stattfinden. 7,50 Euro kostet der Eintritt, ermäßigt 5,50 Euro. Gespielt wird ein Programm, das „wohl für jeden etwas hat“. Eines ist klar: Sinfonische Klassik hört man wohl eher selten. Als Klassiker zu bezeichnen wäre noch am ehesten Holst „First Suite“. Im zweiten Teil kann man brasilianische Rhythmen hören, die gute Laune verbreiten. „Godspeed, so heißt das erste Stück“, so Lindt, „und es ist auch unser Motto.“ Denn Godspeed bedeutet so viel wie „Gute Fahrt“, und eine gute Fahrt kann man dem ambitionierten Orchester wirklich wünschen.

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