Aachen - 5000 Öcher aus allen Winkeln der Welt zu Gast

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5000 Öcher aus allen Winkeln der Welt zu Gast

Von: Georg Dünnwald
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Das sind die Träger des „Int
Das sind die Träger des „Integrationspreises der Stadt Aachen”. In drei Kategorien verlieh Oberbürgermeister Marcel Philipp (4.v.r.) die Auszeichnungen.

Aachen. Das Eurogress war zu klein. Es platzte aus allen Nähten beim Tag der Integration. Rund 200 Organisationen, Vereine, Institutionen, die Kirchen, die Stadt und die Arbeitsgemeinschaft „Dialog der Religionen hatten eingeladen. Und rund 5000 Öcher, die aus allen Winkeln der Erde stammen, wollte diesen Tag nicht verpassen.

Sogar den Berlinsaal des Hotels Quellenhof hatte Organisator Gerd Mertens, der sonst als Referent im Büro der Regionaldekane Aachen-Stadt und -Land arbeitet, organisieren müssen. Und sogar vor dem Eurogress war jede Menge los. „Cage-Soccer” wurde gleich zwei Mal angeboten, an einem Stand wurde original bosnische Cevapcici angeboten, auf der üblichen Hüpfburg durften Kinder sich austoben, der Zirkus Amany hatte zum Mitmachen eingeladen.

Auf acht Bühnen wurden zahlreiche Programmpunkte angeboten, alle waren sehens- und hörenswert. Tänze aus aller Herren Länder, nachdenkliche, sozialkritische Lieder der Gruppe „Ende November”, fremdartige Musik aus Afrika und Asien, Swing der Big Band des Pius-Gymnasiums. Die israelische Volkstanzgruppe Hatikva trat auf, die Breakdance-Gruppe und die Showdance-Gruppe vom TSC Grün-Weiß unterhielten,

Der Tag begann um 12 Uhr mit dem Friedensgebet des „Dialogs der Religionen”, OB Marcel Philipp begrüßte kurz und knapp im Europasaal die Gäste, die Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin der NRW-Landesregierung brauchte etwas länger, sie stellte fest: „Integration ist ein Prozess, keine Einbahnstraße, sie gelingt nicht von allein. Integration kann auch von Regierungen nicht verordnet werden. Wir können allenfalls bei der Schaffung von Strukturen helfen.”

In drei Kategorien wurde der Integrationspreis der Stadt Aachen auf der Bühne des Europasaals verliehen. Als Einzelperson durfte sich Marie-José Dassen über den einzigartigen Preis freuen. Sie wurde ausgezeichnet für ihr großes und jahrelanges Engagement beim Multikulti-Fest im Kennedypark, „der Preis ist stellvertretend und auch ihre Mitstreiter gedacht”, bemerkte OB Philipp. Angelika Diehl, die Leiterin der Offenen Tür Talstraße, übernahm den Preis für die Institutionen.

Denn die OT Talstraße ist eine Institution. Nicht nur um Jugendliche kümmern sich dort die Mitarbeiter, auch um die Eltern, die Rat suchen und Hilfe brauchen in einem Viertel, dass nicht gerade von den betuchtesten Aachenern bewohnt wird. Das interkulturelle Centrum Aachen, kurz Inca, wurde als Verein mit dem Integrationspreis bedacht. Der Verein, an der RWTH und der FH angesiedelt, unterstützt Migranten bei Arztbesuchen, Behördengängen und bietet wertvolle Beratungen an.

Charmant, wortgewandt und treffsicher führte „Nachrichten”-Redakteur Holger Richter durch das Programm auf der „Sportbühne” im Brüsselsaal des Euro­gress. Auch dort wurden Preise verliehen. An Menschen, die sich im Sportlichen um die Integration verdient gemacht haben. Auch hier wurde OB Philipp wieder aktiv und händigte die entsprechenden Urkunden aus. Die erst 16-jährige Jessica Aklio und Narges Ariay bekamen ihre C-Trainer-Lizenz als Fußballlehrerinnen ausgehändigt. Elf Vereine hatten sich um den Preis „Integration durch Sport” beworben.

Weil alle Vereine die Kriterien erfüllten, wurden sechs Anerkennungen ausgesprochen. Zwei vierte Preise gingen an das Kinder- und Jugendhaus Barbarastraße und den TV Eintracht Walheim. Den dritten Platz erreichte das Centro Cultural Capoeira Siao. Zweiter wurde der TSV Hertha Walheim, der erste Platz ging an den Verein Invia Aachen, der ein offenes Boxangebot unterbreitet.

Gerd Mertens hatte gewettet, dass keine 200 binationalen Paare auf die Bühne des Eurogress kommen. Er hat seine Wette gewonnen. Es kamen „nur” 150 Paare.
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