Aachen - 50 Werke von Karl Otto Götz im Suermondt-Ludwig-Museum

50 Werke von Karl Otto Götz im Suermondt-Ludwig-Museum

Von: Martina Stöhr
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Großer Andrang herrschte bei der Eröffnung der Ausstellung von Karl-Otto Götz im Suermondt-Ludwig-Museum. Allerdings gab es auch einige technische Probleme. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Überwältigend groß war der Andrang, als Oberbürgermeister Marcel Philipp die Ausstellung von Karl Otto Götz eröffnete. Götz erfahre mit dieser Ausstellung die Würdigung durch seine Heimatstadt, die sich so ehrerbietig vor ihm verneige.

50 Götz-Werke sind im Suermondt-Ludwig-Museum zum 100. Geburtstag des Künstlers ausgestellt und können dort bis zum 4. Mai besichtigt werden. Philipp beschrieb Götz als Meister der Farbe sowie Meister der Worte und las eines seiner Gedichte vor. Expressionismus und Surrealismus hätten Götz geprägt, meinte Philipp und wies darauf hin, dass auch in seiner Amtsstube Werke des Künstlers hingen, die jetzt Teil der Ausstellung seien.

Ebenfalls Teil der Ausstellung ist eine Arbeit, die erst vor wenigen Wochen entstanden ist. Damit könne nicht einmal die Nationalgalerie Berlin aufwarten, sagte Philipp. Zum 100. Geburtstag des Künstlers gibt es 20 Ausstellungen, betonte Dr. Adam C. Oellers, Kurator des Suermondt-Ludwig-Museums. In Aachen habe man versucht, die ganze Bandbreite des Künstlers zu erfassen.

Gezeigt werden auch seine Anfänge in Aachen. Von Kind auf sei Götz ein neugieriger Mensch gewesen. Er habe getüftelt, fotografiert und früh seine ersten abstrakten Bilder gemalt, so Oellers.

Leider sei der Großteil seiner frühen Werke bei einem Atelierbrand zerstört worden. In den 30er Jahren war er laut Oellers Teil einer Aachener Boheme, die es damals durchaus gegeben habe. Obwohl er unter den Nazis ermahnt worden sei, „reichsdeutsch“ zu malen, habe er seine experimentellen Arbeiten fortgesetzt.

Nach dem Krieg war das Elternhaus in Aachen belegt: Götz wich aus und lies sich im Weserland nieder. Er bildete Netzwerke, gründete Gruppen und förderte die neue Kunst.

1947 machte er die moderne deutsche Kunst im westlichen Ausland mit einer Ausstellung in Paris wieder hoffähig, so Oellers.

Unter dem Titel „Nebenwege“ finden sich in der Ausstellung frühe Arbeiten, Fotografien, Holzschnitte, Keramiken und Lichtgraphiken. Im Mittelpunkt stehen aber die Werke des Informel, einer Technik, für die der Künstler bekannt ist.

Die Besucher hatten Gelegenheit, sich die Arbeiten, die Oellers zum Teil beschrieben hatte, gleich vor Ort anzusehen. Und sie nutzten diese Chance mit regem Interesse.

Und da der Künstler selbst bei der Ausstellung nicht zugegen war, gab es einen Film über ihn. Allerdings gingen die Grußworte, die Götz per Filmeinspielung sprechen sollte, erst in einem technischen und dann im allgemeinen Tohuwabohu des Gedränges unter.

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