50 Schülergruppen wollen etwas auf die Bühne zaubern

Von: Martina Stöhr
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Präsentierten die diesjährigen Schultheatertage: Wolfgang Spelthahn, Margrethe Schmeer, Helmut Etschenberg, Anja Setzen, Danila Hancer und Kyra Schumann (v. l.) im Grenzlandtheater. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Einfach mal weg von Mathe, Deutsch und Englisch und was anderes machen.“ Das verspricht sich Kyra Schumann vom Couven-Gymnasium in Aachen von den diesjährigen Schultheatertagen. Als Moderatorin stand sie jetzt gemeinsam mit Danila Hancer aus Herzogenrath-Straß auf der Bühne des Grenzlandtheaters, um das neue Programm vorzustellen.

Ab dem 7. April heißt es wieder Bühne frei für Kinder und Jugendliche aus Aachen, der Städteregion und diesmal auch dem Kreis Düren.

50 Theatergruppen inszenieren unter fachkundiger Anleitung ihre eigenen Stücke und bringen sie auf den Bühnen der Region zur Aufführung. Während bei den Grundschulkindern Musicals ganz besonders beliebt sind, entwickeln die Älteren auch gerne mal ihre eigenen Produktionen – oder greifen auf Altbewährtes zurück.

Über eigene Grenzen hinaus

Anja Setzen ist Kostümdesignerin und hilft den Kindern und Jugendlichen bei der Ausstattung der Charaktere. „Sie lernen beim Theaterspiel, über ihre eigenen Grenzen hinauszugehen“, sagt sie und betont, dass Theater ein kreativer Prozess sei, auf den man sich einlassen müsse.

Das hätten auch die Gäste bei der Vorstellung des neuen Programms wohl gerne getan. Bürgermeisterin Margrethe Schmeer etwa hätte als Jugendliche gerne Theater gespielt, und Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, gestand ein, immer mit Neid auf die lebendige Theaterszene Aachens und der Städteregion geblickt zu haben. Zum ersten Mal nimmt Düren nun mit fünf Schulen an den Theatertagen teil. Mit dabei sind auch Schulen aus Belgien und den Niederlanden. Städteregionsrat Helmut Etschenberg hofft, dass die Begeisterung für die Schultheatertage noch lange trägt.

„Wenn man etwas auf die Bühne zaubern will, dann muss man sich anstrengen“, weiß Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, aus eigener Erfahrung. Das werden auch die 50 Gruppen bei den Theatertagen feststellen. Stücke auswählen, Kulissen bauen, Kostüme schneidern und immer wieder proben: Es gibt allerhand zu tun, bevor die Schüler ihre Werke dann auf den Bühnen der Region aufführen. Und damit alles möglichst professionell vonstatten geht, helfen professionelle Schauspieler, Regisseure und Theaterpädagogen bei der Arbeit.

Durch nichts zu ersetzen

„Und wer einmal auf der Bühne stand, der weiß, das dieses Gefühl durch nichts zu ersetzen ist“, meint Monika Siebert, Lehrerin an der KGS Luisenstraße. Schließlich biete Theater die Möglichkeit, eigene kreative Potenziale zu entdecken und zu entfalten, meinen die Organisatoren der Theatertage.

Ziel der Schultheatertage ist, die Kinder und Jugendlichen möglichst frühzeitig ans Theater heranzuführen. „Ganz nebenbei werden so persönliche, soziale und kulturelle Kompetenzen gefördert“, meinen die Organisatoren. Im Programmheft sind die einzelnen Schulen mit ihren Stücken aufgeführt. Der Besuch der Vorstellungen ist kostenlos, notwendig ist allerdings eine Platzreservierung.

 

 

 

 

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