50 Jahre Lebenshilfe Aachen: Am Ende trommeln 1200 Gäste

Von: Marcus Erberich
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Stimmungsvoller Schlusspunkt:
Stimmungsvoller Schlusspunkt: Am Ende der Feier trommelten alle 1200 Gäste zusammen mit „Drum Cafe”, darunter auch OB Marcel Philipp (2.vr.) und Moderator Bernd Büttgens (r.). Fotos (5): Heike Lachmann Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Wir werden 50, da laden wir doch mal ein paar Leute ein”, eröffnete Bernd Büttgens, stellvertretender AN-Chefredakteur, seine Moderation bei der Jubiläumsveranstaltung der Lebenshilfe Aachen. „Ein paar Leute” - damit meinte er die gut 1200 Menschen, die in den Business-Bereich des Tivoli gekommen waren, um das fünfzigjährige Bestehen des sozialen Vereins zu feiern.

Und so scherzete Gerd Ascheid, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe: „Hier ist ja mehr los, als wenn die Alemannia spielt.”

Das Publikum bestand vor allem aus Familien, die mit der Lebenshilfe in Verbindung stehen, sowie zahlreichen Menschen unterschiedlichen Alters mit geistigen oder körperlichen Behinderungen.

Außerdem waren Oberbürgermeister Marcel Philipp und Ulla Schmidt, die ehemalige Bundesministerin für Gesundheit, der Einladung des Vereins nachgekommen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte zwar zugesagt, ließ sich aber wegen einer Krankheit von Guntram Schneider vertreten, dem Landesminister für Arbeit, Integration und Soziales.

700 Mitglieder

Auf dem Programm standen unter anderem Talk-Runden, zum Beispiel mit den anwesenden Vertretern aus der Politik, aber auch Live-Musik von der Band „Die Perlen” um den Aachener Jazz-Saxophonisten Heribert Leuchter sowie ein Film des Senders „Center TV Aachen” über die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Lebenshilfe: Neben der Betreuung und Förderung von behinderten Kindern und Erwachsenen sowie deren Familien zählen dazu auch betreutes Wohnen und die Werkstatt, in der Behinderte arbeiten können.

Insgesamt zählt die Lebenshilfe 700 Mitglieder, 1400 betreute Menschen und 570 hauptamtliche sowie 150 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; sie gehört damit zu den großen Sozialträgern in der Region.

Zudem hatte Moderator Bernd Büttgens eine Bilder-Show über das eigentlich ganz normale Leben eines behinderten Ehepaares vorbereitet.

Seine finanziellen Mittel erhält der Verein Lebenshilfe zum Großteil vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Dessen Direktorin, Ulrike Lubek, war ebenfalls nach Aachen gekommen. „Wir haben ehrgeizige Ziele miteinander vereinbart”, sagte sie und meinte damit vor allem die Einrichtung von Kindertagesstätten, in denen behinderte und nichtbehinderte Kinder zusammen betreut werden.

Und Herbert Frings, Geschäftsführer der Lebenshilfe, sagte: „Unsere Angebotspalette wird noch größer werden. Dazu brauchen wir Mitarbeiter mit Herz und Verstand, die ihren Job gerne machen.”

Außerdem wurden vier ehrenamtliche Helfer geehrt: Gerda Jansen, Paul Zeevaert, Marianne Schell und Brigitte Schulze, die von ihrer Schwester Hildegard Meeßen vertreten wurde.

Zusammen organisieren sie den zweitägigen Flohmarkt, der jährlich zur Adventszeit in der Aula Carolina stattfindet. Dort werden Gegenstände aus Haushaltsauflösungen verkauft - der Erlös geht an die Lebenshilfe Aachen. Seit gut 30 Jahren gibt es diesen Flohmarkt. In den letzten 14 Jahren sind dabei etwa 500 000 Euro zusammengekommen.

Zum Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung gab es noch eine Überraschung. Trommler von „Drum Cafe” betraten die Bühne, außerdem erhielt jeder im Publikum seine eigene Trommel.

Zusammen trommelten die Musiker und das „Orchester” verschiedene Rhythmen, die in wenigen Minuten nahezu perfekt saßen. Ein stimmungsvolles und auch überaus lautstarkes Ende - kein Wunder bei 1200 Gästen.
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