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„5 vor 12“: Wissenschaft zum Staunen

Von: Maximilian Schepp
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ gibt es viel zu Bestaunen für die Besucher: etwa das Modell des Higgs-Teilchen (rechts), das im Kármán-Auditorium den Weg von der Wissenschaft zur Kunst veranschaulichen soll. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nicht nur die Kinder staunten über die spektakulären Lichtbilder, die Michael Ramjoué in seiner „MIRA-Lasershow“ passend zur Musik inszenierte. Auch die „Großen“ blickten ungläubig in die durch Laserprojektoren und Kunstnebel erzeugten Figuren.

Die Lasershow war aber nur einer von vielen spektakulären Präsentationen der RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“, die am vergangenen Freitag zum elften Mal über die Bühne ging.

Ziel der Wissenschaftsnacht ist es, der Öffentlichkeit zu präsentieren, was in den Laboren und Forschungseinrichtungen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) so alles passiert. Dabei reichten die Angebote von „Zellbiologie – Wie ist der Mensch aufgebaut?“ bis zu „Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus?“.

Bei allen Präsentationen durften Groß und Klein mit spannend inszenierten Modellen miterleben, wie die Naturwissenschaften funktionieren und dabei Begeisterung für das Forschen und Experimentieren entwickeln. Insgesamt standen neben Führungen, Ausstellungen, Theater, Musik, Experimenten und Exponaten rund 35 Vorträge zu Spektakulärem aus den verschiedenen Forschungsbereichen der Hochschule an.

Ein weiterer Höhepunkt der Wissenschaftsnacht waren „Die Physikanten“. Eine Gruppe aus Naturwissenschaftlern, Schauspielern und Moderatoren demonstrierte in einer eindrucksvollen Physikshow im Kármán-Auditorium 16 Experimente – zum Beispiel einen Feuertornado, den Faradayschen Käfig und die Leuchtgurke.

Bei Exponaten und Experimentierstationen war das Mitmachen, Anfassen und Staunen für die Besucher möglich, darunter der traditionelle Physikjahrmarkt, die Ausstellung „Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen“ und ein Fahrsimulator des sogenannten „DLR_School_Lab“ der RWTH Aachen.

Doch auch für Kulturfans waren genügend Angebote eingerichtet. So präsentierte die Theatergruppe Actor‘s Nausea den Zuschauern bei „Ten minutes – go!“ drei zehnminütige Geschichten, und Studierende der Romanistik führten eine deutsch-französische Kriminalkomödie auf. Zum Abschluss der RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ rockte dann ab Mitternacht das „Lagerfeuer-Trio“ im Kármán-Auditorium.

Das Publikum war breit gefächert. Die Palette der vielen Besucher reichte von Familien über Studenten bis zu Rentnern. Die Veranstaltung sei sogar zu einer Art Aushängeschild der Technischen Hochschule geworden, erklärte Thomas von Salzen von der Pressstelle der RWTH: „So viele tausend Aachener nehmen die Angebote jährlich an. Die Wissenschaftsnacht hat sich zu einem der größten Events der RWTH gemausert.“

Die Veranstaltung hatte 2003 ihre Premiere und bot damals fünf Vorträge vor zwölf Uhr an, „daher kommt auch der Name“, so von Salzen. Schon damals konnte man 500 Besucher begrüßen. „Wir haben dann viel am Konzept geändert und hatten im Folgejahr bereits 1500 Naturwissenschafts-Interessierte. Das entwickelte sich dann soweit, dass wir letztes Jahr 5000 bis 6000 Besuchern zählen konnten. Auch dieses Jahr ist wieder ein unglaublicher Andrang“, erzählt von Salzen begeistert.

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