Aachen - 475 Jahre Ursulinen, das Gymnasium feiert mit

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475 Jahre Ursulinen, das Gymnasium feiert mit

Von: Georg Dünnwald
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Auf dem Schulhof des St. Ursula-Gymnasiums steigt am kommenden Samstag das große Schulfest mit Menschenkicker und Rhönradfahren. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Ursulinen-Orden wird 475 Jahre alt. Weltweit feiern die rund 10.000 Schwestern des Ursulinen-Ordens das Jubiläum.

Im Jahr 1535 gründete Angela Merici im italienischen Brescia eine Frauengemeinschaft, die sich zum wohl bekanntesten Erziehungsorden entwickelte. Ein stolzes Jubiläum also, das ordentlich gefeiert wird. Selbstverständlich macht auch die Mädchenschule St. Ursula mit.

Die ist zwar noch keine 475 Jahre alt, wurde aber auch schon vor 162 Jahren von den Ursulinen der Kongregation Calvarienberg-Ahrweiler gegründet. „Zurzeit haben wir etwa 750 Schülerinnen”, sagt Studiendirektor Ernst Möse. Er ist mit Recht stolz auf die Leistungen seiner Lehranstalt.

„St. Ursula” in Aachen feiert also mit. Drei Tage ist viel los am Bergdriesch, dem Sitz des Mädchengymnasiums. Aber nicht nur dort. Denn die Schülerinnen - St. Ursula in Aachen nimmt ausschließlich Mädchen auf - werden ausschwärmen um Gutes zu tun.

Am Donnerstag, 25. November, steht „soziales Engagement” auf dem Stundenplan. In Altenheimen, Kindergärten, in der Roda-Schule in Herzogenrath werden sie sich einsetzen. In Altenheimen teilen sie Essen mit aus, lesen vor, unterhalten sich ganz einfach mit den Bewohnern.

Und sie werden auf dem Jüdischen Friedhof an der Lütticher Straße aufräumen - was ja vor allem in Zeiten immer frecher werdender Neonazis von Bedeutung ist. Ein Teil der Oberstufe wird sich an diesem Donnerstag in Seminaren und Workshops mit Frauen in Notsituationen beschäftigen.

Podiumsdiskussion

Oder aber sich bei Misereor und dem Kindermissionswerk umschauen. „Sie werden sich mit Zeitgenossen der Hl. Angela Merici wie Paracelsus befassen. Vor allem sollen in diesen Seminaren Personen betrachtet werden, die sich mit den Naturwissenschaften, Alchemie und Chemie auskannten, und deren Verhältnis mit der damals allgewaltigen Katholischen Kirche, also der Diskrepanz zwischen Weltanschauung und Denkweise, beleuchtet werden”, erklärt Lehrer Karsten Breuer anspruchsvolle Aufgaben für die jungen Damen.

Am Abend des Donnerstag beginnt um 20 Uhr in der Aula der Schule am Bergdriesch 26-32, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wenn mein Kind mich morgen fragt” - kontroverse Lebensentwürfe im Gespräch.

Teilnehmen werden die Ursulinin Schwester Scholastika Rönneper, die Autorin Angela Reinders, die Theologin Helga Fiebig, der Jugendpastor Andreas Ullrich und der Universitätsprofessor Stefan Schael. Die Journalistin Andrea Thomas moderiert das Gespräch.

Einen Tag später, am Freitag, 26. November, werden die Schülerinnen des Literaturkurses um 19.30 Uhr das Stück „Show ohne Grenzen” aufführen. Vorher, um 17.30 Uhr ist Leseabend „aus 1001 Nacht” für die Klassen 5 bis 8 angesagt. Beides findet in der Schule statt.

Und am Samstag, 27. November, steigt um 10 Uhr auf dem Schulhof das Schulfest unter anderem mit Menschenkicker und Rhönrad-Vorführungen. auch ein Weihnachtsbasar ist vorgesehen. Um 19.30 Uhr startet dass der große Ball an St. Ursula mit einer Tombola, bei der viele Preise zu gewinnen sind.
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