Radarfallen Blitzen Freisteller

4018 Unterschriften für das Theater

Von: Georg Dünnwald und Hanny Hellrung
Letzte Aktualisierung:
unterschriften_bu
Ubergabe der gesammelten 4018 Unterschriften: Wolfram Hüttemann, Ingrid Böttcher, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Reinhard Poprawe (v.l.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. 4018 Unterschriften für den Erhalt des Theaters. Das ist eine Menge. Am Mittwochmittag nahm Oberbürgermeister Marcel Philipp die Autogramme der Aachener Theaterfreunde in seinem Amtszimmer entgegen und sich gleichzeitig eine halbe Stunde Zeit, mit den drei Überbringern der Unterschriften über die Zukunft des Theaters Aachen bei einer Tasse Kaffee zu plaudern.

Hintergrund einer ständigen Debatte um den Musentempel ist der Finanzbedarf des Kulturhauses. Die Schließung der Sparte Schauspiel oder der Spielstätte Mörgens ist definitiv vom Tisch.

Dennoch gehen Ingrid Böttcher, Wolfram Hüttemann und Reinhard Poprawe von der Theater Initiative Aachen davon aus, dass mit dem bevorstehenden Ratsentscheid im April die Finanzlage des Theaters nicht langfristig geklärt wird.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Ingrid Böttcher, rechnet damit, dass im Haushalt 2011/12 Kürzungen im Kulturbereich beschlossen werden. Diese würden auch das Theater betreffen und seine Existenz gefährden. Wolfram Hüttemann beklagt im Gespräch mit dem Oberbürgermeister die fehlende Planungssicherheit des Schauspielhauses.

Zusätzlich problematisiert wird die Situation durch den Beschluss des zuständigen Ausschusses für das Theater und die VHS von vorgestern.

Im Sitzungssaal des Suermondt-Ludwig-Museums einigten sich die Mitglieder einstimmig auf eine Erhöhung der Eintrittspreise (wir berichteten).

Initiativ-Schatzmeister Reinhart Poprawe befürchtet deshalb einen Besucherschwund, der den Haushalt des Theaters zusätzlich gefährdet. Dabei sei es dem Generalintendanten Michael Schmitz-Aufterbeck zu verdanken, dass die Zuschauerzahl von 100.000 auf 140.000 gestiegen ist.

„Die Daten belegen, dass das Theater auf einem guten Weg ist”, meint Ingrid Böttcher. In Gesprächen mit den Unterzeichnern der Aktion habe sie einen enormen Zuspruch erfahren. Zudem merkt die Vorsitzende erfreut an, dass „unsere Unterstützer querbeet aus allen Altersklassen und aus allen Bevölkerungsschichten stammen”.

Viel Verständnis

OB Marcel Philipp zeigt viel Verständnis für das Anliegen des Fördervereins. Er beklagt, dass in der Öffentlich kaum wahrgenommen werde, dass die Stadt das Theater mit Millionenbeträgen unterstütze. Und diese stiegen jährlich: „Wir kürzen nicht, wir legen zu” stellt der OB nachhaltig fest. „Der Erhalt des Theaters ist in meinem Sinne”.

Allerdings: Neben experimentellen Theater müsse auch für „die Masse” etwas geboten werden: „Das muss sich das Theater leisten dürfen” unterstreicht das Stadtoberhaupt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert