Aachen - 4000 Spielgeräte machen wieder Spaß

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4000 Spielgeräte machen wieder Spaß

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Die Schaukel kriegt neue Reifen. Die Spielplatzwarte Hubert Ortmanns (links) und Alex Lauffenberg beim Einsatz im Ferberpark. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein Kinderspiel war das ganz bestimmt nicht: Mitarbeiter des Aachener Stadtbetriebs haben in den vergangenen Monaten alle 352 Kinderspielplätze kontrolliert und dabei rund 4000 Spielgeräte genau unter die Lupe genommen.

„Mehr als 300 kleinere und größere Schäden wurden festgestellt und beseitigt”, bilanziert Peter Maier, stellvertretender Betriebsleiter des Stadtbetriebs.

Der Kraftakt in Sachen Spielplätze war Reaktion auf eine TÜV-Untersuchung, die im letzten Sommer in Aachen für einige Aufregung gesorgt hatte. Im Auftrag einer Frauenzeitschrift hatte der TÜV bundesweit Spielplätze untersucht und auch in Aachen teils erhebliche Mängel festgestellt.

Zwei Spielplätzen verpassten die Prüfer damals sogar das Etikett „lebensgefährlich”. Die Stadt ließ die beiden Spielplätze, am Lavenstein und an der Paugasse, damals sofort sperren und die Mängel beheben. Der Stadtbetrieb, zuständig für die Unterhaltung der Spielplätze, kündigte weitere umfangreiche Maßnahmen an.

Und die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen, findet Maier: „Zehn unserer Mitarbeiter befassen sich mittlerweile mit den Spielplätzen.” Im Stadtbezirk Aachen-Mitte, wo es alleine 196 Spielplätze gibt, sind vier Mann in Zweierteams sogar ausschließlich mit Schaukeln und Rutschen befasst. „Die machen nichts anderes”, sagt Maier.

Die Leute vom Stadtbetrieb haben ganz genau hingeschaut. An 25 Rutschen stellten sie zum Beispiel gefährliche „Kordelfangstellen” fest. Das sind Ecken, in denen Kinder mit der Schnur von Jacke oder Anorak hängenbleiben und sich strangulieren könnten.

Gänzlich abgebaut wurden drei ältere Großspielgeräte, denen man nicht mehr ganz traute, zum Beispiel auf dem Spielplatz an der Brabantstraße oder der Schönauer Allee in Richterich. Drei morsche Wippen wurden ersetzt, ein Klettergerüst abmontiert, fünf Sandkästen - „Sandbauwerke” sagt Peter Maier - generalüberholt. Verschleißteile, zum Beispiel an Schaukeln, wurden vorsorglich ausgetauscht. Ab jetzt, erklärt Maier, werden alle 352 Spielplätze (davon 66 an Schulen und 58 an Kindertagesstätten) regelmäßig kontrolliert.

Mit Hochdruck arbeitet der Stadtbetrieb daneben am Aufbau eines Spielplatzkatasters. „Wir verfügen jetzt über sehr genaue Luftbilder”, erklärt Maier, „da sieht man wirklich alles”. Die Auswertung der Bilder soll künftig Grundlage sein für optimale Arbeitsvorbereitung am Computer. Die Luftbilder will der Stadtbetrieb auch als Grundlage für andere Arbeiten nutzen: für die Unterhaltung der Grün- und Freiflächen etwa oder die Straßenreinigung.

Mehr Augen sehen mehr: Bereits im vergangenen Jahr hat der Stadtbetrieb Eltern aufgerufen, Schäden und Verunreinigungen an Spielplätzen, direkt beim Servicetelefon des Stadtbetriebs, 0241/432-18555, oder per E-Mail an aachener.stadtbetrieb@mail.aachen.de zu melden. „Jeder Hinweis ist uns wichtig”, betont der stellvertretende Betriebsleiter Peter Maier. „Und wir gehen jeder Meldung umgehend nach. Im vergangenen Sommer waren auch Patenschaftsprojekte für einzelne Spielplätze vorgeschlagen worden. Daraus ist bisher noch nichts geworden. „Aber auch darüber denken wir gerne nach”, versichert Maier.
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