Aachen/Vaals - 321-Festival soll auch im Jahr 2014 stattfinden

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321-Festival soll auch im Jahr 2014 stattfinden

Von: Heiner Hautermans
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Büffel am Wasserloch: Dieses Bild drängt sich auf, wenn man die sonst so idyllische Wiese hinter dem Labyrinth am Dreiländerpunkt schaut – vier Tage nach der Riesensause. Foto: Harald Krömer

Aachen/Vaals. Das 321-Festival auf dem Dreiländerpunkt soll auch im nächsten Jahr stattfinden, obwohl es unter dem Strich einen Verlust gegeben hat. Allerdings will man den Termin nach vorne ziehen, weil dann die Aussicht auf besseres Wetter besteht.

Die zweitägige Techno-Großveranstaltung am Wochenende litt unter dem Dauerregen, der statt der erwarteten 7000 Besucher lediglich 5000 Feierwütige anlockte. Dadurch sei man auch nicht auf das angestrebte Budget von 350.000 Euro gekommen, erklärt ein Sprecher der Limburg Media im Namen des Veranstalters Nico Baggen aus Vaals. Er sicherte auch zu, dass man künftig mehr Rücksicht auf Bewohner von Vaalserquartier nehmen werde.

Die hatten nämlich massiv unter der Riesensause zu leiden. Offensichtlich stand der Wind so, dass der Schall besonders in Richtung Deutschland geweht wurde. Anwohner Dieter Krause in der Keltenstraße berichtet jedenfalls davon, dass sein Haus durch die lauten Bässe erzittert sei. Als er die Polizei anrief und sich beschweren wollte, habe man ihm dort erklärt, dass er nicht der einzige sei und auf die Ordnungsbehörden verwiesen.

Und selbst im vier Kilometer entfernten Stadtteil Hörn waren der Geräuschpegel immer noch so hoch, dass „wir die Fenster schließen mussten“, als er am Sonntag um 23 Uhr schlafen ging, hat Dietmar Kottmann, der Vorsitzende der Laurensberger Heimatfreunde, Bürgermeister Reg van Loo, den Vaalser Bürgermeister, wissen lasen. Er bittet darum, für das nächste Jahr einen anderen Standort zu wählen – auch im Hinblick auf das Wild im Landschaftsschutzgebiet.

Maximal 65 Dezibel

Denn die Zuständigkeit für die Genehmigung und Kontrolle des Festivals obliegt einzig und allein der Gemeinde Vaals, das mussten die deutschen Behörden auch den Beschwerdeführern mitteilen. Evelin Wölk vom Presseamt: „Wir haben keine rechtliche Handhabe, weil die Veranstaltung komplett auf niederländischem Gebiet stattgefunden hat.“ Allerdings werde man anregen, derartige Veranstaltungen demnächst im regelmäßig stattfindenden informellen Austausch zwischen Vaals und Aachen zu besprechen.

Dies sagt Bürgermeister Reg van Loo auch zu, der darauf hinweist, dass man im Vorfeld auch Fachleute nach den Folgen für das Waldgebiet und die dort lebenden Tiere befragt habe. Die hätten zur Auskunft gegeben, dass die Belastung für die Tierwelt nicht höher sei als bei einem heftigen Regenschauer. Die Veranstaltung habe eine Reihe von Auflagen erhalten, die auch kontrolliert worden seien, etwa eine maximale Lautstärke von 65 Dezibel.

Veranstalter Baggen weist darauf hin, dass die Lautstärke ab 21 Uhr gedrosselt worden sei, auch dies eine Auflage. Im nächsten Jahr werde man die Lautsprechertürme anders ausrichten. Wie hoch das Minus ist, werde man wohl erst Ende der Woche wissen.

Es gebe aber eine Reihe von Sponsoren, die das Festival weiter unterstützen wollten, so dass man im nächsten Jahr eine Besucherzahl von 10.000 anstrebt. Der Antrag auf eine Genehmigung für 2014 ist allerdings noch nicht bei der Gemeinde Vaals eingegangen. Sprecherin Hilda Keulders: „Das ist noch nicht der Fall. Er aber wird mit einigen Bedingungen verknüpft sein.“

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