32 Gemeinden zeigen ihre starken Seiten

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Das ist ja schon ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal öffnen sich Ende nächster Woche die Aachener Kirchen und laden ein zu diversen Programmen und Höhepunkten.

Die „Nacht der offenen Kirchen” beginnt am Freitag, 1. Oktober, mit dem Einbruch der Dunkelheit. „Jede Gemeinde, die mitmacht, hat sich etwas überlegt und sich ins Zeug gelegt”, sagt Pastoralreferent Dieter Spoo von der ökumenischen Citykirche St. Nikolaus, die von Beginn an die lange Nacht der Kirchen managt.

Er und sein Kollege, der evangelische Pfarrer Armin Drack, heben hervor, dass die christlichen Gemeinden, die sich an der Aktion beteiligen, keineswegs missionarischen Eifer an den Tag bzw. die Nacht legen wollen. „Wir wollen zeigen, was wir drauf haben. Die Passanten sollen das Christentum in seiner ganzen Vielfalt erleben.”

In diesem Jahr beteiligen sich 32 Gemeinden. Das sind nicht mehr so viele wie noch vor zehn Jahren, als 55 Gemeinden mit von der Partie waren. „Aber der Schwund liegt in der Natur der Sache”, meint Drack. Denn jedes Event werde von ehrenamtlichen Mitglieder der Sprengel organisiert, „da pausiert eben die eine oder andere Gemeinde”.

Und außerdem hätten vor einer Dekade auch nahezu alle Außengemeinden mitgemacht. „Die waren jedoch meistens unter sich.” Die Aseag beteiligt sich mit einem speziellen Angebot. „Dieses Jahr kostet das Ticket 2,70 Euro. Dafür kann man dann den ganzen Abend kreuz und quer durch die Stadt pendeln”, sagt Aseag-Pressesprecherin Anne Linden. Den Fahrschein kann man sich beim Busfahrer besorgen. Für drei Euro gibt es zudem Parktickets in allen Apag-Parkhäusern. „Wir unterstützen gerne die Nacht der offenen Kirchen”, bekräftigt Linden.

Was aber bieten die Kirchen im Dunkel der Nacht? „Da wäre die Lichtinstallation mit Musik in Heilig Kreuz in der Pontstraße, die soll ziemlich spektakulär sein”, beginnt der Katholik Spoo mit einer Aufzählung.

In Heilig Geist, Hohenstaufenallee, ist eine Fluglichtinstallation mit Drachenflug quer durchs Kirchenschiff zu erleben. In St. Fronleichnam, Leipziger Straße, wird Hugo von Hofmannthals „Jedermann” aufgeführt. Protestant Drack weist auch auf den Beitrag der freien evangelischen Gemeinde ICF hin, die in die Unterführung Pontstraße geht und dort Programm macht.

Weil auch in Aachen mehr und mehr Gotteshäuser wegen des zurückgegangenen Anteils an Gläubigen zur Disposition stehen - „aus St. Josef wurde bereits die Grabeskirche St. Josef”, so Spoo - befassen sich auch Architekturstudenten mit der Zukunft von Kirchengebäuden. In St. Paul, Jakobstraße/Ecke Trichtergasse, präsentieren sie Studien, was aus der Traditionskirche einmal werden könnte, wenn die Innenstadtpfarrei Franziska von Aachen sie veräußert.

Auch die Kinder sollen in der Nacht der offenen Kirchen nicht zu kurz kommen. Für sie starten mehrere Gemeinden mit einigen Extras schon früher. So St. Elisabeth an der Jülicher Straße. Dort wird von 15 bis 17 Uhr der „Tanz der Schöpfung” aufgeführt. Die Kinder der Kindergärten St. Martin und St. Germanus haben den Tanz eingeübt. In der Immanuelkirche, Siegelallee, wird ein offenes Singen ab 18 Uhr geübt.

„So profan manche Programme auch sind, jede Gemeinde wird mit dem Schlusssegen gegen Mitternacht die Kirche wieder schließen. Nur in der Citykirche geht´s danach mit Brot und Wein und Musik weiter”, werben Spoo und Drack für einen Besuch der Nikolauskirche.

Ein Faltblatt mit dem gesamten Programm liegt in vielen Kirchen aus.
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