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31 Galerien und Museen beteiligen sich an „Kunstroute 08”

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Alle waren zufrieden. Galeristen freuten sich über volle Häuser, Künstler über endlos interessierte Besucher und das Publikum über eine wahrhaft breite Palette an Kunst.

31 Galerien, Ateliers und Museen in Aachen-Zentrum und an der Peripherie hatten sich an der „Kunstroute 08” beteiligt, doch groß war die Qual der Wahl für die Besucher offensichtlich nicht.

Gezielt und häufig angefahren wurde die Welsche Mühle in Haaren. Ilka Habrich, Petra Herzog, Christiane Schoenen, Heike Schwegemann, Anika Auweiler und Gastkünstler Francois du Plessis zogen mehrere 100 Gäste an den äußersten Stadtrand. Auch „Ice el Macedon”, mit seiner „Produzentengalerie für globale Kunst” nicht im Stadtzentrum gelegen, freute sich über drei Tage anhaltende Besucherströme aus aller Welt.

Ice ist als Naturwissenschaftler und Maler in der Lage, mit seinen Kunstkollegen Techniken, Theorien und Kulturen zu Gesamtkunstwerken zusammenzuführen - ein einzigartiger multikultureller und multispiritueller Kosmos im Aachener Kunst-Universum.

„Standpunkt! Baum” heißt die Kunstrouten-Ausstellung in der Galerie 45, wo sich ein besonders auskunftsfreudiges Publikum und sehr nachhaltige Arbeiten, etwa der Fundstück-„Angelus” von Werner Meyer, fanden.

Mo Winter-Arentz hatte am Sonntagnachmittag bereits zwölf Galerien besucht und die „heiße Mischung aus guter Kunst und Durchschnitt” genossen. Besonders angetan war sie von den Bildern von Birgit König in der Galerie Freitag 18.30 - eine Meinung, der sich eine stetig wachsende Fangemeinde von Malerin und Galerist mühelos anschließt. Barbara Stiller hingegen setzt auf die Malerei von „Ice el Macedon”: „Ich liebe seine goldene Sonne!”

Pink, Rosa und flackernde Grablichter sind die ersten Eindrücke der unglaublich inspirierenden und Entdeckerfreuden hervorlockenden Raum-Installation „And to be in the Pink” von Theo Ramrath. Er entfaltet eine dichte Welt von Morbidität und Heilung, Tod und Auferstehung, die zu intensiver Betrachtung einlädt. In der „Galerie am Elisengarten” standen die Leute Schlange zur Betrachtung der Arbeiten von Petra Weidemann und Oliver Czarnetta. Besucherin Gabriele Beckers: „Ich besuche die Kunstroute jetzt das vierte Jahr, und ich genieße das konzentrierte Angebot an Kunst.”

„Bewegt” nennt sich die Ausstellung der Kunstfrauen aus der Euregio Rhein-Maas in der Burg Frankenberg - packend sind in der Tat etwa die Verarmungs-Installation von Monika Radhoff-Troll und die mehrphasige Kresse-Installation von Monika Breuer im Hof der Burg.

Um Graffiti als Kunst und um die Beschaffung legaler Sprayflächen in Aachen ging es bei Lucia Garrido in ihren 23 m2. Künstler Lars Kesseler steht jungen und alten Sprayern zur Verfügung und zeigt die Bandbreite seines Schaffens. Im Atelier Mechthild Seck erforschen Nicole Kaffanke, Loni Liebermann, Claudia Merx, Anke Wolf und Mechthild Seck künstlerische Vorgehensweisen. Ihr Eindruck von den unzähligen Besuchern: „Gerade in der Krise wie jetzt sind wir alle auf Sinnsuche. Was uns bleibt, ist die Kultur.”

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