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300.000 Euro soll der neue Eingang kosten

Von: Martina Feldhaus
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Sitz-Provisorium: Im Ludwig-Forum gibt‘s derzeit nur wenige und recht gewöhnungsbedürftige Möglichkeiten zum Verweilen. Das dürfte auch noch eine Zeit lang so bleiben. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein auffälliges Kunstwerk an der Außenfassade der alten Schirmfabrik an der Jülicher Straße: Das hatte sich Brigitte Franzen schon lange gewünscht. Immerhin dieser Wunsch der Direktorin des Ludwig-Forums wird wohl schon bald in Erfüllung gehen.

Über die Metall- Silhouette zweier sich beschnüffelnder Hunde hoch oben auf dem Lufo-Dach lässt sich sicherlich trefflich streiten. Doch ein Hingucker wird diese ungewöhnliche Skulptur in jedem Fall.

Neue Raumplanung

Für – eher negatives – Aufsehen sorgen die Lufo-Chefin und der Kulturbetrieb derzeit mit einem anderen Bereich des Museums. Der Eingang soll nämlich nach dem Willen der Verwaltung komplett umgestaltet werden. Dort, wo sich bis vor eineinhalb Jahren das Restaurant „Parapluie“ befand, soll ein Entree mit Kasse, Shop und einer Theke, an der Kaffee und kleine Snacks gereicht werden, eingerichtet werden (wir berichteten). Die neue Raumplanung sollte ursprünglich am Donnerstag im Kulturausschuss diskutiert werden. Doch das Thema wurde kurzerhand von der Tagesordnung genommen. Es bestehe noch Beratungsbedarf, erklärte die Ausschussvorsitzende Margrethe Schmeer.

Der Grund lässt sich nur vermuten. In der aktuellen und ausführlicheren Vorlage – im vergangenen Oktober war dem Ausschuss bereits ein grobes Anforderungsprofil vorgelegt worden – sind erstmals die Kosten für den Museumsumbau genannt: Happige 300 000 Euro für Entwurf und Umsetzung werden dort veranschlagt. Angesichts leerer Stadtkassen und nicht gerade üppiger Besucherzahlen im Lufo scheinen damit nicht alle Kulturpolitiker einverstanden zu sein. Das aktuelle Konzept kommt recht umfangreich daher, obwohl es sich bereits um eine abgespeckte Version früherer Planungen handelt. So soll nach dem Entwurf der Architektengemeinschaft „feld72“ mit „Höhler+Partner“ das neue Entree mit moderner Überwachungs- und Lichttechnik ausgestattet werden. Ebenso ist geplant, hochwertige und flexibel einsetzbare Möbel und abschließbare Regale für den Shop anzuschaffen. Denn der neue Eingangsbereich soll auch künftig für private Feiern genutzt werden können.

Kasse, Shop und Café sollen, bis auf größere Veranstaltungen und Vernissagen, von einer Person bedient werden. Die Gastronomie beschränkt sich auf die Ausgabe von Getränken, dafür steht ein Kaffeevollautomat auf der Wunschliste. Außerdem können Besucher sich selbst an einer gekühlten Theke mit Kuchen und Baguettes bedienen, zum Aufwärmen von Speisen soll es eine Mikrowelle geben. Insgesamt sollen in dem kombinierten Eingangsbereich 20 bis 25 Personen sitzen können, im Sommer kämen draußen – unter dem Dach – noch einmal 20 Sitzplätze hinzu. Auch über eine Neugestaltung der Eingangstür mit reichlich Glas wird nachgedacht. Für den Außenbereich, also die Toreinfahrt, die auch weiterhin zum Eingang führt, ist eine neue Beleuchtung geplant.

Umgedrehte Schubkarren

„Die Maßnahme soll innerhalb des Jahres 2013 abgeschlossen werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Realistisch ist diese Zeitangabe kaum. Und auch ob das Konzept überhaupt verwirklich wird, bleibt wohl vorerst offen. So werden sich die Lufo-Besucher im ehemaligen Parapluie weiterhin mit Getränken und Snacks aus aufgestellten Automaten begnügen müssen, die sie auf provisorisch drapierten, umgekippten Schubkarren verzehren können.

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