Aachen - 30.000 kommen zur Riesensause am Reitstadion

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30.000 kommen zur Riesensause am Reitstadion

Von: Heiner Hautermans
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Vom 10. bis 12. Juli 1970 daue
Vom 10. bis 12. Juli 1970 dauerte das Festival auf dem heiligen und später schwer lädierten Rasen in der Soers. Am 1. September wird dort wieder ein musikalisches Großereignis stattfinden. Foto: ALRV/Anselm Cosler

Aachen. Die Musik kehrt zurück in die Soers. Zwar nicht ins Reitstadion, wie beim legendären Open-Air-Festival von 1970 mit den Top-Gruppen Pink Floyd, Deep Purple oder Free. Aber immerhin direkt neben der Hauptarena ins Fahrstadion mit den angrenzenden Bereichen.

Und auch der Musikstil ist ein deutlich anderer: die deutsche Schlagerszene. Aber immerhin 30.000 Besucher werden erwartet, in dieser Dimension bewegte sich auch die Riesenfete 1970. Am Samstag, 1. September, soll auf dem weltberühmten CHIO-Gelände eine bunte Mischung aus rheinischer Karnevalsstimmung und Mallorca-Party mit einschlägigen Stars wie Michael Wendler, Matthias Reim und der Kölner Mundart-Band Brings geboten werden.

„Aachen Olé” heißt die Sause, angezettelt hat sie Markus Krampe, der mit seiner Firma „Pro-Event” ähnliche Großveranstaltungen mit bis zu 50.000 Besuchern in ganz Deutschland veranstaltet. Bei Bekannten hatte er letztes Jahr von dem für viele unvergesslichen Ereignis 1970 gehört und gleich gedacht: „Was damals möglich war, muss heute mit der heutigen Technik doch auch drin sein. Das war der Ansatz.” Krampe, geboren 1971, nahm Mitte letzten Jahres Kontakt auf mit Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender beim ALRV, und der sei gleich Feuer und Flamme gewesen: „Der ALRV ist sehr kooperativ.”

Über die Konditionen wurde man sich schnell einig, für eine Woche hat „Pro-Event” nun einen Großteil des weltbekannten Pferdesportgeländes in der Soers gemietet. ALRV-Sprecher Nils Knippertz: „Es gibt einen Vertrag über die Überlassung der Fläche.” Die Besucher werden am 1. September auf der Fläche des Fahrstadions stehen, die riesige Bühne mit Videowänden wird auf dem Gelände zum Soerser Weg aufgebaut, auf dem während des Reitspektakels die Übertragungswagen stehen. Geboten wird zehn Stunden lang nonstop Musik und Unterhaltung, hinter dem Fahrstadion werden ein großer Biergarten und Verpflegungsstände für Speis und Trank sorgen. Krampe: „Mit dem Stand von heute haben wir schon 12.800 Karten verkauft.”

Eine Genehmigung seitens der Stadtverwaltung hat der Unternehmer noch nicht, doch das sei vier Monate vor einem derartigen Großereignis normal: „Schließlich muss alles geprüft werden.” Und zu prüfen ist für „Aachen Olé” eine Menge, erläutert Rita Klösges vom Presseamt. „Für das Gelände muss ein Nutzungsänderungsantrag gestellt werden.” Darunter müsse man sich eine Art Bauantrag vorstellen, der - nach der Katastrophe von Duisburg - an feste Formalien gebunden sei. Bislang fehlten noch Sicherheits- und Brandschutzkonzept sowie ein Schallschutzgutachten.

Alles kein Problem, meint Agentur-Chef Krampe. „Aachen Olé ist genehmigungsfähig.” Das Lärmschutzgutachten werde diese Woche fertig, andere Dinge wie das Sicherheitsgutachten seien schon im März per E-Mail an die Stadt geschickt worden, offenbar dort aber nicht angelandet. Am Montag habe man sich zu einer Begehung getroffen und alle Beteiligten hätten signalisiert, „dass es nullkommanull Probleme gebe”.

Oberbürgermeister Marcel Philipp zeigte sich am Mittwoch zuversichtlich, dass eine Genehmigung erteilt wird, wenn bestimmte Auflagen erfüllt werden: „Das vorgesehene Areal ist gut geeignet. Es muss allerdings sichergestellt sein, dass ausreichend Fluchtwege zur Verfügung stehen. Wir haben auch das Ruhebedürfnis der Anwohner im Blick, daher wird eine solche Veranstaltung eine Ausnahme bleiben müssen”, so der OB weiter.
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