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3000 Bücher und 200.000 Zeitungen ziehen um

Von: Martina Rippholz
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Buch für Buch ab in die rote Kiste: Andreas Düspohl (links) und seine Helfer packen für den großen Umzug des Zeitungsmuseums an der Pontstraße ins Haus Löwenstein. Am kommenden Dienstag geht es los. Foto: Krömer

Aachen. Rote Kisten sind reihenweise aufeinandergestapelt, an den Wänden lehnen große Pappkartons, in den Ecken lagern große Vitrinenscheiben und die dazugehörigen Korpi: Im Zeitungsmuseum in der Pontstraße steht der Umzug ins Haus Löwenstein am Markt kurz bevor.

In einem Jahr soll aus dem reinen Museum für Print ein ganzes Medienmuseum mit Aufzug, Café, Leinwänden und einer Medienecke werden.

Ausstellungsstücke, Magazin, Archiv und Büros müssen für diese Umbauzeit anderweitig untergebracht werden. Seit Dienstag packen deshalb zehn Mitarbeiter und freiwillige Helfer kräftig mit an.

Da werden Bücher verstaut, Pinsel, Stifte und Papier sortiert und eingepackt, Kisten geschleppt und beschriftet. Mittendrin ist auch Isabell Fröde.

Sie faltet gerade einen Umzugskarton auseinander. Weitere Texte unter alten Buchdeckeln warten schließlich in den Regalen. Seit drei Stunden macht sie das nun schon.

„Ich helfe sowieso jede Woche einige Stunden im Museum aus. Da bin ich natürlich auch jetzt mit dabei”, sagt sie. Die 25-Jährige hat vor zwei Jahren ein Praktikum im IZM gemacht und ist dem Haus seither treu geblieben.

Was Fröde und die anderen in diesen Tagen schaffen, wird am besten in Zahlen deutlich. 3000 Bücher aus der Bibliothek werden in etwa 55 Kisten verstaut, die gebundenen Zeitungen aus dem Magazin landen in 60 Kisten, von denen jede nach der Befüllung 50 Kilogramm wiegt.

Der andere Teil der rund 200.000 Zeitungen - die losen Druckblätter also - werden eins zu eins in ihren Holzschränken transportiert.

Inventarliste erstellt

„Wir haben in wochenlanger Vorbereitung eine Inventarliste erstellt. So weiß die Umzugsfirma, womit sie rechnen muss”, erklärt Andreas Düspohl, Geschäftsführer des IZM-Fördervereins. Und nicht nur das.

Jede Kiste, jeden Karton haben Düspohl und sein Team mit farbigen Zetteln beklebt und beschriftet. Die sagen, in welches Geschoss der Inhalt getragen werden muss. Am kommenden Dienstag wird es ernst, dann schleppen die Packer das Inventar von der Pontstraße zum Markt. Düspohl ist aber guter Dinge: „Bisher hat alles gut geklappt. Auch das wird kein Problem.”
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