Aachen - 30 Kirchen freuen sich auf 10.000 Gäste

30 Kirchen freuen sich auf 10.000 Gäste

Von: Nils Heinichen
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Die Citykirche bietet am Freitag „musikalische Sternstunden in St. Nikolaus“. Klaus Szudra, Dieter Spoo und Martin Obrikat (von links) stellten das große Programm der Kirchennacht 2013 vor. Foto: Harald Krömer

Aachen. Den Weg in die Kirche finden immer weniger Menschen. Oft nur bei besonderen Anlässen zieht es den Bürger noch ins Gotteshaus. Dass Interesse an Kirche allerdings nach wie vor da ist, zeigt die Nacht der offenen Kirchen Jahr für Jahr. Am kommenden Freitag findet die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Aachener Christen steht, bereits zum 13. Mal in Aachen statt.

Und immer noch ist die Begeisterung groß, wenn die Gotteshäuser der Stadt ihre Türen öffnen. „Es ist nicht übertrieben, wenn wir sagen, dass rund 10.000 Besucher den verschiedenen Veranstaltungen beiwohnen“, sagt Pastoralreferent Dieter Spoo. „Von Jahr zu Jahr wird die Nacht der offenen Kirchen noch etwas größer“, ergänzt er.

30 Kirchen haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Von 20 bis 24 Uhr, in der Citykirche bis zwei Uhr, haben die Bürger die Gelegenheit, die verschiedenen Angebote von Musik bis Kunst wahrzunehmen.

In der Auferstehungskirche in Forst lautet das Motto „Perspektivwechsel“. In Kooperation mit der Lebenshilfe wird musiziert, getanzt und gesungen. „Wir wollen eine Begegnung zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen herstellen und das gemeinsame Erleben in den Vordergrund stellen“, erläutert Martin Obrikat den Leitgedanken des Programms in Forst.

„Die Idee besteht darin, die Welt auch mal mit anderen Augen zu sehen. Der Akzent liegt dabei auf Inklusion und Integration. Der Tag der offenen Kirchen bietet eine gute Gelegenheit dazu“, schildert er.

In St. Foillan steht das Programm ganz im Zeichen von Tod und Hoffnung. Dem Thema soll sich vor allem über die Kunst genähert werden soll. In der Citykirche finden „musikalische Sternstunden“ statt, die mit zahlreichen Konzerten gestaltet werden.

Bis auf wenige Ausnahmen verzichten alle Künstler auf eine Gage. Ein Höhepunkt des Abends ist das traditionelle Nachtgebet im Dom, das sich alljährlich großer Beliebtheit erfreut.

„Auch offen für Kritik“

Für Spoo ist es die Vielfalt der Angebote, die die Faszination der Veranstaltung am Leben hält. „Es gibt jedes Jahr eine neue Begeisterung. Es ist nie gleich, immer gibt es etwas anderes“, versucht er das Erfolgsgeheimnis zu beschreiben.

„Ich denke, die offenen Konzepte sind die Zukunft der Kirche“, fügt er hinzu. Jedoch soll es in erster Linie nicht darum gehen, dass die Kirchen sich selbst darstellen können. „Die Kirchen sind offen, auch offen für Kritik“, betont Gemeindereferent Klaus Szudra. „Kirche ist mehr als nur Gottesdienst!“

Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Aseag Kooperationspartner der Veranstaltung und bietet zum Preis von 2,80 Euro Sondertickets an, so dass man mehrere Angebote wahrnehmen kann. In den Parkhäusern der Innenstadt können gibt es zudem vergünstigte Ticketpreise in Höhe von drei Euro.

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