2,7 Millionen Euro: Aachen will Kreativwirtschaft fördern

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Aachen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine der umsatzstärksten Wirtschaftsbranchen in Deutschland und liegt mit einer Bruttowertschöpfung von 61 Milliarden Euro knapp hinter der Automobilindustrie, aber noch vor der chemischen Industrie.

Experten sehen in ihr zudem einen Zukunftsmarkt für Ideen und Visionen sowie einen wichtigen Impulsgeber für Innovationen in anderen Branchen. Dazu das Presseamt: „Gleichzeitig führt jedoch die Fokussierung auf lokale Absatzmärkte, die Heterogenität, Kleinteiligkeit und unzureichende Vernetzung der Branche zu geringen durchschnittlichen Umsätzen, mangelndem Branchenbewusstsein, mangelnder Sichtbarkeit und unzureichender Vernetzung.”

Genau hier setze ein gerade auf Initiative der städtischen Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum Kulturwirtschaft e. V. entwickeltes Projekt an, und zwar mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro, davon 700.000 Euro für die Stadt Aachen.

Mit Partnern aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, aus Genk, Heerlen, Hasselt, Lüttich und Maastricht will man der Vielzahl der Einzelakteure durch geeignete Plattformen zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. So sollen traditionelle Wirtschaftsbranchen in die Lage versetzt werden, Kreativität heranzuziehen, um ihr Marktangebot zu verbessern. In einem weiteren Schritt sollen die Kultur- und Kreativwirtschaftler durch die euregionale Zusammenarbeit unterstützt werden, neue Märkte in der Euregio Maas-Rhein zu erschließen.

„Seit dem 1. Aachener Kulturwirtschaftsbericht aus dem Jahr 2005 wissen wir um die Bedeutung und Potenziale der Branche für die Gesamtwirtschaft der Stadt Aachen, aber auch um die Schwierigkeiten”, so der zuständige Co-Dezernent Dr. Manfred Sicking. Das Projekt startete mit dem 1. März.
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