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27. Aachener Weltfest: Damit die Welt ein bisschen besser wird

Von: Katharina Urbanczyk
Letzte Aktualisierung:
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Wissenswertes: An 13 Ständen konnten sich die Besucher des Weltfestes am Samstag über verschiedene Projekte und Initiativen informieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Welt ein kleines bisschen besser machen – darum ging es am Samstag beim 27. Aachener Weltfest. Unter dem Motto „Welt im Wandel“ veranstaltete das Eine-Welt-Forum Aachen e.V. zum 27. Mal das Aachener Weltfest.

„Die Geschichte unserer Welt wandelt sich seit jeher – sie wird bestimmt durch tiefgreifende ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen. Hautnah, global bis lokal wirkend, trifft uns alle dieser Wandel“, erzählt Mona Pursey, Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit.

„In Bangladesch sind kürzlich viele Menschen gestorben, damit wir billigere Kleidung haben. Wir müssen gegen solche ausbeutende Arbeitsverhältnisse ankämpfen“, appelliert Peter Kämmerling von Eine-Welt-Forum Aachen. Ziel des Fests ist also nicht, nur die kulturelle Vielfalt vorzustellen, sondern auch umfassende Informationen über entwicklungs- und umweltpolitische Projekte zu bieten. An insgesamt 13 Ständen wurden Projekte und Initiativen vorgestellt. „Jeder sieht in den Nachrichten die Naturkatastrophen und die politischen Ungerechtigkeiten, aber viele wissen nicht, was sie als einzelne Person tun können.“ erklärt Mona Pursey.

In Aachen gibt es viele Möglichkeiten, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. So gibt es an der Krämerstraße einen Laden, der ausschließlich fair gehandelte Waren (Fair Trade) anbietet. So profitieren die Hersteller etwa in Afrika, weil sie für ihre Produkte einen anständigen Preis bekommen, der ihnen ein besseres Einkommen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen ermöglicht. Und die Kundschaft weiß nicht zuletzt die Originalität zu schätzen. So hat der Fair-Trade-Laden in der Krämerstraße Artikel im Sortiment, die aus vermeintlichem Abfall hergestellt wurden. Da gibt es etwa Taschen aus den Schläuchen von Lastwagenreifen oder sogenannte Klickboxen aus Südafrika, die aus den Böden von Plastikflaschen gefertigt werden.

„Die Veränderung vom Konsumverhalten kann viel dazu beitragen, um ungerechten Machtstrukturen in der Welt entgegenzutreten“, erklärt der Aachener Bürgermeister Marcel Philipp in seiner Ansprache auf dem Weltfest. „Interesse und Information sind Grundlagen für einen positiven Wandel.“

Entsprechend setzt man auch im Fair-Trade-Laden auf Information, um das bewusste Konsumieren zu fördern. Beim Kauf gibt es zur Ware auch einen Informationszettel, der über Herkunft und Art der Herstellung aufklärt.

Von 15 bis 16 Uhr gab es auch ein abwechslungsreiches Bühnen- und Kinderprogramm, mit Podiumsdiskussion, politischem Kabarett, afrikanischen Trommelklängen, indonesischer Pop-Musik, einer Fair-Trade-Modenschau, und auch eine Tombola zur Unterstützung der Partnerschaft mit dem indonesischen Fischerdorf Lampaseh.

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