2600 Steine für die neue Kletterwand

Von: Conny Stenzel-Zenner
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In 72 Stunden soll die Kletterwand stehen. Die Mädchen und Jungen der dritten Klassen an der Waldorfschule legen sich dafür am Donnerstag so richtig ins Zeug. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Schwerfällig dreht sich der Mischer. Gekonnt schiebt Franka (9) die Schubkarre über den holprigen Boden. Joel (9) mauert konzentriert einen Stein auf den anderen.

29 Schüler der dritten Klasse der Freien Waldorfschule bauen hinter dem Schulgebäude eine 14 Meter lange und zwei Meter hohe Kletterwand. In 72 Stunden soll die Wand stehen, die sich wie eine Welle vom Boden in die Luft schlängelt.

Obwohl in der Waldorfschule in den dritten Klassen sowieso die Arbeit der Menschen auf der Erde auf dem Lehrplan steht, ist das Projekt mit der Kletterwand etwas Besonderes. OB-Kandidat Karl Schultheis schaut den Pennälern nämlich über die Schulter und beweist, dass er selbst mauern kann.

Der SPD-Mann ist Pate des 72-Stunden-Projektes, einer Aktion der gesamten kirchlichen Jugendarbeit im Bistum Aachen: Jugendgruppen sollen motiviert werden, in 72 Stunden ein soziales, politisches oder ökologisches Projekt auf die Beine zu stellen, um damit Engagement, Kreativität und Einfallsreichtum zu zeigen.

„2600 Steine werden für die Kletterwand, die 23 Reihen haben wird, benötigt. Das haben mir die Kinder erzählt, die es im Unterricht ausgerechnet haben. Mit diesem Bau kann man also wirklich Mathe lernen”, sagt Karl Schultheis, der von den Schülern auf die Frage: „Wieviel Zement wird denn gebraucht?” unterschiedliche Antworten bekommt, darunter auch diese: „Das wissen wir am Ende.” Das wird am Freitag, 8. Mai, sein. Dann steht die Mauer und lädt zum Klettern ein. „Und wenn wir dann oben sind, können wir auf Fallkies hinunterspringen”, sagt Rosalie (9), die mit ihren Mitschülern, mit helfenden Eltern und Lehrern geduldig immer wieder auf den Zuruf wartet, welche Arbeit sie denn übernehmen soll.

Klassenlehrerin Rita Wimmenauer freut sich mit den Kindern über das Projekt: „In der Waldorfschule kommt es uns darauf an, dass die Kinder mit Kopf, Herz und Hand ausgebildet werden. Jetzt können die Schüler das in die Tat umsetzen, was sie vorher im Unterricht erdacht haben.”

Und während die Kinder noch Steine von Paletten zur Mauer schleppen, überlegt sich der Politiker Schultheis schon, wie er viele Sponsoren für das Projekt begeistern kann, denn 7000 Euro für eine Kletterwand wollen zusammengetragen werden.
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