Aachen - 22 Baustellen in der Kita-Landschaft

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22 Baustellen in der Kita-Landschaft

Von: Margot Gasper
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Mitte Oktober muss alles fertig sein: Im Schulgebäude Franzstraße wird mit Hochdruck gearbeitet. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wie macht man zwischen Juni und Oktober aus einem alten Schulgebäude eine neue Kindertagesstätte? An der Franzstraße kann man sich das gerade anschauen. Die Hauptschule, die nun seit Beginn der Sommerferien komplett leersteht, wird gerade für sechs Kita-Gruppen hergerichtet.

Projektleiterin Melanie Klähn vom Gebäudemanagement der Stadt hat einen strammen Terminplan. Denn schon in den Herbstferien ab Mitte Oktober sollen zwei komplette Kitas, aus der Bergstraße und aus der Passstraße, hier einziehen. Der neue Kita-Standort Franzstraße ist „nur“ ein Provisorium, allerdings ein wichtiger Baustein im ehrgeizigen U3-Ausbauprogramm der Stadt. Erst wenn die beiden Kitas im Ausweichquartier sind, können die bestehenden Gebäude fit gemacht werden für die Betreuung der unter Dreijährigen.

22 Objekte werden in den nächsten Monaten und Jahren neu gebaut, umgebaut oder erweitert. Die Kita-Landschaft in Aachen ist an vielen Ecken eine große Baustelle. Insgesamt 20,5 Millionen Euro muss die Stadt nach derzeitiger Berechnung dafür in die Hand nehmen. An Fördergeldern erwartet die Kommune rund 1,9 Millionen Euro. Die ersten (kleineren) Maßnahmen sind auf der Zielgeraden oder werden bald fertig. Das letzte Großprojekt soll im Frühjahr 2016 den Betrieb aufnehmen. Alleine sechs große Neubaumaßnahmen sind in der Mache.

Der Umbau des Schulflügels an der Franzstraße ist da ein eher kleines Kaliber. Dennoch muss auch hier ordentlich investiert werden. Da schaut auch der Landschaftsverband Rheinland, der die Betriebserlaubnis erteilt, sehr genau hin. Der Kostenrahmen für den Umbau ist auf rund 579.000 Euro kalkuliert und umfasst zahlreiche Arbeiten bis hin zum Quetschschutz an allen Türen.

„Klassenräume lassen sich recht gut zu Kita-Räumen umbauen“, stellt Georg Ulbrich, Gesamtkoordinator des U3-Ausbauprogramms, fest. Mit ein paar Metern Trockenwand wird aus einem Klassenzimmer der geforderte Gruppenraum samt Nebenraum. Der Bau von Wasch- und WC-Räumen ist da schon aufwendiger. Alle Frischwasserleitungen werden aus Hygienegründen neu verlegt. Die Kita erhält auch einen neuen Eingang und ein Spielgelände zur Karmeliterstraße hin. Als zweiter Rettungsweg wird ein Treppenturm hin zur früheren Aula angelegt. Und aus der Aula wird ein schöner Mehrzweckraum. Die städtische Musikschule, die ebenfalls vorübergehend in der Schule untergebracht wird, wird diesen Raum ebenfalls nutzen, etwa als Konzertsaal.

Container in der Schagenstraße

Nicht nur an der Franzstraße entsteht eine Behelfs-Kita. Ein weiterer Auslagerungsstandort wird an der Schagenstraße in Brand hergerichtet: ein Kita-Pavillon für sechs Gruppen. Gerade beginnen die Tiefbauarbeiten für den Groß-Container.

Zuerst einziehen werden die vier Gruppen aus der Kita Franz-Wallraff-Straße, deren Gebäude saniert wird, erklärt Sabine Fischer vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule. Anschließend sollen die drei Gruppen aus der Aachener Straße einziehen, wenn dort der große Neubau startet.

Bei der Stadt rechnet man derzeit damit, dass die Provisorien bis zu vier Jahre gebraucht werden. Manfred Lennartz, Leiter der Abteilung Hochbau beim Gebäudemanagement: „Überall, wo wir bei Umbauten groß in den Bestand eingreifen, werden wir die Provisorien nutzen.“

Den Miet-Container gibt die Stadt irgendwann zurück. Und für das große Gebäude an der Franzstraße ist mittelfristig ein Verkauf gut denkbar. Die Liegenschaft ist immerhin beste Innenstadtlage.

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