175 Ampeln auf LED-Technik umgestellt

Von: Werner Czempas
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Aachen ist ein Licht aufgegang
Aachen ist ein Licht aufgegangen: Franz-Josef Kloppenburg, Gisela Nacken, Hermann-Josef Heinisch und Bernhard Steindor (von links) nehmen die letzten 50 LED-Ampeln im Stadtgebiet in Betrieb. Foto: Harald Krömer

Aachen. Was der Alemannia nicht gelingen will, schafft die Stadt: Sie stürmt als leuchtendes Beispiel voran. Das ist wörtlich zu nehmen und gilt bundesweit. Am Donnerstag wurde am Jakobsplatz vor der Kirche St. Jakob die letzte Aachener Ampel auf neueste LED-Technologie umgestellt.

Damit nimmt Aachen in der Signaltechnik eine Vorreiterrolle für ganz Deutschland ein.

Schon in den Jahren 2004 und 2005 rüstete Aachen die ersten Ampeln mit Leuchtdioden um. Die technische Weiterentwicklung - LED-Ampeln leuchteten seinerzeit noch sehr grell -, vor allem aber finanzielle Nöte der Stadt unterbrachen das Projekt. Jetzt aber konnten 50 weitere „Lichtsignalanlagen” auf die moderne Technik umgestellt und das Programm damit abgeschlossen werden. 175 von insgesamt 228 Ampeln auf städtischem Gebiet sind nun mit der LED-Technologie ausgestattet.

Den fast zeremoniellen Schalt-Akt vor St. Jakob nutzten Planungsdezernentin Gisela Nacken und Bernhard Steindor vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, um die Vorteile des neuen Systems herauszustellen. Für jeden Verkehrsteilnehmer ist einer offensichtlich und täglich erlebbar: LED-Ampeln liefern eine brillante Optik.

Die alten Ampeln reflektierten früher bei tiefstehender Sonne mit den roten, gelben und grünen Signalscheiben das Sonnenlicht, so dass Autofahrer, Radler oder Fußgänger oft rätselten, welche Farbe die Ampel nun anzeigt. Die LED-Ampeln mit ihren farblosen Linsen sollen nun Schluss machen mit den „Phantomlicht-Unfällen”, die bei den alten Ampeln oft vorkamen.

Höhere Lebenserwartung

Das neue System ist zudem äußerst sparsam. Statt der herkömmlichen 20-Watt-Glühlampen verbrauchen die nur noch 7-Watt-LED-Signalgeber deutlich weniger Energie. Was wiederum dem Klimaschutz dient und damit ein weiterer Beitrag zum von Dezernentin Nacken seit Jahren forcierten Umweltschutz in Aachen ist. Auch die Lebenserwartung der Leichtdioden ist deutlich höher und ihre Wartung dadurch preiswerter. Mussten defekte Glühlampen jährlich mehrfach in den Ampeln durch neue ersetzt werden, entfällt das praktisch bei der LED-Technik. So musste beispielsweise bei den schon 2004 installierten Leuchtdioden noch keine erneuert werden.

In die letzte Umschaltung der 50 LED-Ampeln inklusive dem Aufbau mehrerer Schaltkästen mit einer „intelligenten” Steuergerätetechnik für die Ampeln hat die Stadt rund 798.000 Euro investiert. Wegen der Energieeinsparung der LED-Anlagen und ihrer deutlich höheren Lebensdauer rechnet Dezernentin Nacken demgegenüber mit einer Ersparnis fürs Stadtsäckel von 1,3 Millionen Euro in zehn Jahren. „Eine Technologie, die sich lohnt. Die Kosten-Nutzen-Rechnung hat selbst unsere strenge Kämmerin überzeugt”, sagte Gisela Nacken zur LED-Umrüstung.

Entwickelt und in Aachen installiert wurde die LED-Technologie von der Firma Siemens. Aachen besitze damit nun „ein System, wie es sich manche deutsche Stadt wünschen wird”, sagte ein Firmenvertreter.
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