160 Berater stehen den neuen Gründern mit gutem Rat zur Seite

Von: Martina Stöhr
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Auftaktveranstaltung für den AC²-Wettbewerb: von links Stadtsprecher Bernd Büttgens, Dr. Helmut Greif (Agit), Franz-Wilhelm Hilgers (Aachener Bank), Heike Krier (IHK), Kamilla Kleinschmidt, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Dr. Roman Scharrer. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Unsere Region gehört zu den innovativsten Regionen Deutschlands“, führte Städteregionsrat Helmut Etschenberg aus, als sich jetzt zahlreiche potenzielle Unternehmensgründer und Wachstumsunternehmer zum AC²-Wettbewerb der Gründerregion Aachen in der Aachener Bank an der Theaterstraße trafen.

Sie bekommen nun die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen weiter zu entwickeln und einen Businessplan zu formulieren. Ein Pool aus 160 Beratern steht bereit, um sie dabei zu unterstützen. Dass das sehr gut funktioniert, hat die Vergangenheit bereits gezeigt: Mehr als 1300 Gründungsideen wurden in den letzten elf Jahren entwickelt, 200 neue Firmen im vergangenen Jahr gegründet. 400 regionale Unternehmen waren in Sachen Wachstum beteiligt.

Viel Auf und Ab hat Dr. Roman Scharrer erlebt. Er hat eine Drei-Audio-Technologie entwickelt, die es Musikern auf der Bühne erlaubt, gleichsam räumlich zu hören. Er überzeigte 2013 mit seiner Idee die Jury des Wettbewerbs. Die Musiker, denen er sein neues Audio-System vorgestellt hat, seien begeistert, sagte er im Gespräch mit Moderator Bernd Büttgens, Pressesprecher der Stadt Aachen. Scharrer gehört auch zu den Kandidaten für einen Preis, den die Wirtschaftswoche ausgelobt hat.

„Man kann alles“

„Man kann alles, wenn man will“, war das Fazit von Kamilla Kleinschmidt nach ihrer Teilnahme am Wettbewerb im vergangenen Jahr. Ihre Geschäftsidee: Sie stellt Süßigkeiten als Schmuck in Minitaturform her und verkauft sie unter anderem im Internet. Hier sollen die Käufer auch die Möglichkeit bekommen, sich ihren Schmuck selbst zusammenzustellen. Dabei können sie Farben und Verzierungen dann selbstwählen. „Es läuft super“, sagte sie, nachdem sie Anfang November offiziell an den Start gegangen ist.

So viele gute Beispiele mögen den Teilnehmern an der Auftaktveranstaltung Mut gemacht haben. Sie bekamen gleich Gelegenheit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen. Farbige Buttons am Revers halfen dabei, sich gegenseitig zu identifizieren. Die AC²-Berater unterstützen auch bei der Entwicklung neuer Wachstumsstrategien. Außerdem werden allen Teilnehmern Informationsveranstaltungen zum Thema Innovation geboten. Beispiele für innovative Entwicklungen bot Dr. Daniel Ewert, Forschungsleiter für technische Kybernetik an der RWTH: Er führte einen Roboter vor, der mit Pucks Tore schießen kann und dabei offensichtlich sehr erfolgreich ist. Und eine Klapperschlange, die zubeißt, sobald man ihr zu nahe kommt.

Danach stand der Abend ganz im Zeichen des Austauschs und der Gespräche. Einen Termin sollten die Teilnehmer auf keinen Fall vergessen: Am 11. Juni 2015 findet im Krönungssaal die Preisverleihung statt. Neben den Gründer- und Wachstumspreisen wird dann auch der Innovationspreis vergeben.

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