Aachen - 16 Uhr: Aachen beschenkt sich

16 Uhr: Aachen beschenkt sich

Von: Nina Krüsmann
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Bescherung am Elisenbrunnen: Pünktlich um 16 Uhr wurden die Geschenke auf einer als Stern markierten Fläche abgelegt. Zeitgleich wurde auch in anderen Städte gewichtelt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es war so ein Hauch von Heiligabend am Sonntagnachmittag am Aachener Elisenbrunnen: Trotz wahrlich ungemütlicher Wetterbedingungen trafen sich hier knapp 100 Aachener, um beim Flashwichteln mitzumachen. Jung und Alt hatten ihren Spaß bei dieser bundesweiten Aktion. „In 19 deutschen Städten wird heute um Punkt 16 Uhr gewichtelt“, erklärt Marco Iannucelli von vom Kreativnetzwerk Designmetropole Aachen, das die Organisation des Flashmobs für die Kaiserstadt übernommen hat.

Bundesweit wurde die Spaßaktion vor drei Jahren von der Kölner Agentur „Kabelbrand“ ins Leben gerufen und veranstaltet. In Berlin zum Beispiel stieg der Flashmob diesmal am Alexanderplatz, in Köln am Friesenplatz. Am Aachener Elisenbrunnen versammelten sich die Teilnehmer bereits rund 15 Minuten vor Beginn und warteten gemeinsam auf diese besondere Bescherung. „Das ist hier wie Weihnachten 2.0“, meinte Clara Scharping von der Designmetropole. Sie hatte die Aufgabe übernommen, mit dem Glöckchen zu klingeln.

Vorwiegend über soziale Netzwerke wie Facebook war die Aktion im Vorfeld beworben worden, aber natürlich auch über die klassischen Medien. Familien mit Kindern, Studenten und Senioren folgten dem Aufruf – und das mit sehr liebevoll verpackten und mit Schleifchen dekorierten Geschenken. Erlaubt war laut Veranstalter alles, Hauptsache es macht Spaß. „Das Schöne an der Aktion ist, dass sie ganz einfach ist“, betont Patricia Yasmine Graf von der Designmetropole.

Sobald das Glöckchen klingelte, legten alle ihre mitgebrachten Geschenke auf einer als Stern markierten Fläche ab – zeitgleich in Aachen, Berlin, Bremen, Braunschweig, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Mannheim, Meppen, Köln, Offenbach, Stuttgart, Trier und Wuppertal.

Als dann das Glöckchen zum zweiten Mal klingelte, waren zuerst die Kinder an der Reihe. Danach durfte sich jeder ein neues Geschenk schnappen, auspacken und sich freuen. Was da nicht alles aus dem Geschenkpapier zu Tage kam: ein Plüsch-Einhorn, Massagegeräte, eine Marionette, ein Kochbuch, Limburger Plätzchen und sogar die oftmals ungeliebten Wollsocken fanden einen neuen Abnehmer.

Das Fazit der Veranstalter ist absolut positiv: Pünktlich zum zweiten Advent zauberte die Aktion vorweihnachtliche Stimmung der modernen Art und vor allem ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl. „Wildfremde haben sich hier gegenseitig beschenkt, das ist etwas total Cooles. Wir würden die Aktion im nächsten Jahr gerne wiederholen. Schon die Vorbereitung ist total lustig“, sagte Scharping, die mit ihren Kollegen beherzt angepackt hatte.

Sie selbst hatte ein Aachen-Teelicht aus Edelstahl hübsch verpackt. Marco Iannucelli hatte seine Überraschung noch zusätzlich mit einer Zuckerstange verziert und Patricia Yasmine Graf hatte ein „Keinbuch“, ein Kinder-Memoryspiel und eine selbst designte Schneeflockenbrosche eingewickelt.

„Im vergangenen Jahr haben wir mit 15 Leuten am Aachener Hauptbahnhof angefangen und sind anschließend auf den Weihnachtsmarkt gezogen. Der Erfolg heute ist riesig, Deutschland hat gewichtelt“, war Iannucelli begeistert. Und auch diesmal wurde nach dem Auspacken in der Innenstadt fröhlich gefeiert.

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