Aachen - 150.000 Euro Begrüßungsgeld für Aachen

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150.000 Euro Begrüßungsgeld für Aachen

Von: Nina Krüsmann
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Brief und Siegel: Die MItgliedsurkunde überreichten Vorstandsmitglied Professor Reiner Körfer (links) und Stiftungspräsident Harry Voigts­berger (rechts) dem OB im Rathaus. Foto: Harald Krömer

Aachen. Groß war die Freude im Aachener Rathaus am Montagvormittag: Die Stadt Aachen ist ab sofort Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung „Natur. Heimat. Kultur“ und unterstützt demnächst die Natur- und Kulturförderungen der Nordrhein-Westfalen-Stiftung mit einem halben Cent pro Jahr und Einwohner. Für den Vorstand des Fördervereins überreichte Vorstandsmitglied Professor Reiner Körfer im Beisein von Stiftungspräsident Harry Voigts­berger im Weißen Saal die Mitgliedsurkunde an Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Die Stiftung „Natur. Heimat. Kultur – Ein Teil von dir“ ist in Düsseldorf ansässig und engagiert sich für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Gegründet wurde die Stiftung 1986 durch die Landesregierung zum 40. Geburtstag des Landes NRW. Das Stiftungskapital beträgt 5,1 Millionen Euro, es gibt momentan 8800 Mitglieder.

„Ziele und Aufgaben sind die Erhaltung der Schönheit und Vielfalt des Natur- und Kulturerbes in NRW, die Förderung des bürgerschaftlich-ehrenamtlichen Engagements für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege“, erklärte Voigtsberger.

Das Fördervolumen 2012 aus zugeteilten Erträgen aus Lotterieerträgen, Mitgliedsbeiträgen und Spenden des Fördervereins betrug 9,2 Millionen Euro. Insgesamt 2600 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 255 Millionen Euro wurden bislang unterstützt.

Ausstellung wird gefördert

„Ich freue mich sehr, dass wir nun von dieser Stiftung und ihren Strukturen profitieren können“, sagte Philipp. Voigtsberger hatte ein Willkommensgeschenk dabei, die Zusage über eien Zuwendung in Höhe von 150.000 Euro für die Ausstellung „Orte der Macht“ zum 1200. Todestag von Karl dem Großen 2014.

Zudem will man die Mitgliederversammlung des Fördervereins 2014 mit rund 100 Gästen im großen Rahmen in Aachen abhalten. „Aachen ist spät Mitglied geworden, obwohl wir bereits viele Projekte in der Städteregion Aachen gefördert haben.

Eines der ersten nach Stiftungsgründung war der Marienschrein im Dom“, erklärte Voigtsberger. Aachen sei ein wichtiger Kulturstandort dieses Bundeslandes. Auch die stadthistorische Sammlung Crous, der Verein Tuchwerk e.V. zur Dokumentation der Textilindustrie-Geschichte, die Einrichtung eines Bürger- und Kulturzentrums in der Burg Frankenberg, der Umbau des Theaters in der Bastei, die Streuobstwiese „Am Türmchen“ in Vaalserquartier sowie die Gallo-Römische Kultstätte Varnenum in Kornelimünster wurden bislang finanziell unterstützt.

„Wir hoffen, bald die 10.000er Marke bei unseren Mitgliedern zu schaffen. Duisburg und Mönchengladbach fehlen aktuell noch im Förderverein“, sagte Körfer. Eine wesentliche Aufgabe sieht er neben dem kulturellen Potential im Naturschutz in NRW.

„Überfälliger Schritt“

Rund 6000 Hektar Flächen hat man bislang im ganzen Land aufgekauft, um sie für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Unter anderem auch die im Frühjahr blühenden Narzissenwiesen im Eifelort Monschau existieren deshalb noch in ihrer ganzen Pracht.

„Es ist für uns eine Freude, dass in diesem Jahr, in dem der Förderverein 25 Jahre jung wird, Aachen eine der letzten Lücken im rheinischen Landesteil geschlossen hat, das war ein überfälliger Schritt“, sagte Körfer. Er hofft, dass nun auch viele Privatpersonen und Unternehmen aus Aachen diesem Beispiel folgen.

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